Windwärts verkauft fränkischen Windpark Steigerwald

17. Januar 2017 - 09:27 Uhr
  • Drei Anlagen im bayerischen Landkreis Erlangen-Höchstadt werden von CHORUS Clean Energy AG übernommen
  • Investition für Portfolio eines großen deutschen Versorgungswerkes
  • Windwärts errichtet Windpark als Generalübernehmer und betreut die Anlagen anschließend als technischer Betriebsführer
  • Umfangreiche Maßnahmen zur Vermeidung von Konflikten mit Mensch und Natur

 

Hannover, 17. Januar 2017 – Die Windwärts Energie GmbH hat den aus drei Windenergieanlagen bestehenden Windpark Steigerwald an die CHORUS Clean Energy AG für das Portfolio eines großen deutschen Versorgungswerkes veräußert. Als Generalübernehmer wird Windwärts weiterhin für den im August 2016 begonnenen Bau der Windenergieanlagen verantwortlich sein. Darüber hinaus hat der Käufer Windwärts langfristig mit der technischen Betriebsführung der Anlagen beauftragt.

Die insgesamt 199 Meter hohen Anlagen vom Typ Nordex N-117 entstehen auf dem Gebiet der Gemeinde Markt Vestenbergsgreuth im mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt. Die Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 7,2 Megawatt (MW) werden ab Mitte des Jahres 2017 umwelt- und klimafreundlichen Windstrom erzeugen. Windwärts selbst hatte das Projekt im Sommer 2016 von der ortsansässigen Projektentwicklung Friedrich Brehm GmbH & Co. KG übernommen und den Bau des Parks in die Wege geleitet.

Die CHORUS Clean Energy AG aus Neubiberg bei München betreibt europaweit Solar- und Windparks und bietet professionellen Anlegern Investitionsmöglichkeiten in Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien an. CHORUS übernimmt die Geschäftsführung der Betreibergesellschaft und die kaufmännische Betriebsführung des Windparks.

Bis zum Ende des Jahres konnte Windwärts alle Bedingungen für die Auszahlung des Kaufpreises erfüllen. „Wir sind stolz, dass wir das Projekt in so kurzer Zeit bau- und verkaufsreif bekommen haben. Die gute Zusammenarbeit sowohl mit dem Projektpartner vor Ort als auch mit CHORUS und der finanzierenden Bank hat sich im Projekt Steigerwald ausgezahlt“, so Björn Wenzlaff, Geschäftsführer von Windwärts.

Umfangreiche Maßnahmen zum Schutz von Mensch und Natur

Um mögliche Konflikte mit Mensch und Natur im Umfeld der Anlagen während des Betriebs zu vermeiden, werden bei Bau und Betrieb des Windparks umfangreiche Maßnahmen umgesetzt. So werden die Rotorblätter der Windenergieanlagen mit sogenannten Serrations ausgestattet sein. Dabei handelt es sich um an Kämme erinnernde, gezackte Bauteile, die auf die Hinterkante von Rotorblättern aufgebracht werden, um die Luftverwirbelungen hinter dem Rotorblatt und damit die aerodynamische Schallemission zu reduzieren. Die Windenergieanlagen werden dadurch also im Betrieb leiser.

Eine große Bedeutung kommt dem Natur- und Artenschutz zu. So wird unter anderem in den ersten beiden Betriebsjahren ein Fledermausmonitoring an den Anlagen durchgeführt, um detaillierte Informationen über die Zugbewegungen der windenergiesensiblen Tiere zu erhalten und gegebenenfalls Abschaltzeiten einzuführen oder zu verändern. In dem angrenzenden Wald werden zudem Brut- und Nistkästen für Vögel und Fledermäuse aufgestellt. Darüber hinaus werden unter anderem Maßnahmen zum Schutz von Zauneidechsen durchgeführt, die an einem der Standorte vorkommen. Für sie werden zusätzliche Rückzugsmöglichkeiten geschaffen, an denen die wechselwarmen Tiere auch ihr morgendliches Sonnenbad genießen können. Als weitere Ausgleichsmaßnahme werden seltene Offenlandbiotope (Sandmagerrasenflächen) in einer Größenordnung von mehr als 19.000 Quadratmetern geschaffen, die sich positiv auf die Entwicklung von Biotopstrukturen für Offenlandarten wie Feldlerche, Rebhuhn und Kiebitze auswirken.

 

Über die Windwärts Energie GmbH

Ein Unternehmen der MVV Energie Gruppe

 

- Gründung 1994 mit Sitz in Hannover

- Geschäftsfelder: Entwicklung, Planung und Realisierung von Windenergieprojekten sowie technische und kaufmännische Betriebsführung von Windparks und Photovoltaikanlagen

- 162 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 301 MW realisiert

- 460 MW Windenergieleistung und 26 MWp Photovoltaik in der Betriebsführung