Windenergieprojekt Meerberg 2

18. Mai 2006 - 16:10 Uhr
    Windenergieanlage des Typs Enercon E-82

Voranfrage bei Region Hannover eingereicht

Die Windwärts Energie GmbH plant, zwischen Hotteln und Ingeln vier Windenergieanlagen des Typs Enercon E-70 E4 mit einer Gesamthöhe von jeweils 99,5 Metern zu errichten. Eine entsprechende Voranfrage gemäß Bundes-Immissionsschutzgesetz wurde in der vergangenen Woche bei der Region Hannover eingereicht. Mit einer prognostizierten Jahresstromproduktion von über 12 Millionen Kilowattstunden könnten die Anlagen den jährlichen Strombedarf von ca. 4.000 Privathaushalten decken.

Grundlage für die Planung des Windenergieprojektes ist die Ausweisung der Fläche als Vorrangstandort zur Windenergienutzung im Regionalen Raumordnungsprogramm der Region Hannover. Der Flächennutzungsplan der Stadt Laatzen stellt das Gebiet dagegen noch nicht als Sondergebiet für Windenergieanlagen dar. „Wir gehen davon aus, dass die Stadt Laatzen in Kürze ihren Flächennutzungsplan ändern wird“, so Projektingenieur Roman Antczak. Aufgrund der guten Windverhältnisse am Meerberg und der Nutzung modernster Technik würden die Anlagen bei zügiger Realisierung eine Gesamthöhe von jeweils 100 Metern nicht überschreiten.

Mit den geplanten Windenergieanlagen wird der bestehende Windpark Meerberg erweitert. Im Windpark Meerberg wurden bereits im Jahr 2000 acht Windenergieanlagen des Typs Enercon E-66 errichtet. Zwei Windenergieanlagen betreibt die Firma Enercon, sechs Anlagen die Windwärts Meerberg GmbH & Co. Betreiber KG. Die sechs letztgenannten Windenergieanlagen haben bisher rund 87 Millionen Kilowattstunden in das Stromnetz eingespeist. Dadurch konnte die Emission von ca. 78.000 Tonnen Kohlendioxid aus anderen Kraftwerken vermieden werden.

Die Windwärts Energie GmbH entwickelt und realisiert seit ihrer Gründung im Jahr 1994 eigene Windenergie- und Photovoltaikprojekte und übernimmt Fremdprojekte in unterschiedlichen Planungsstadien. Bisher wurden 74 Windenergie- und 7 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 116 Megawatt in Betrieb genommen. Die Jahresstromproduktion dieser Anlagen beträgt über 230 Millionen Kilowattstunden. Dies entspricht dem jährlichen Strombedarf von rund 77.000 privaten Haushalten. Die meisten Anlagen wurden durch geschlossene Publikumsfonds finanziert, an denen sich mehr als 2.300 Investoren beteiligt haben. Bei einem Investitionsvolumen von 132 Millionen Euro stellen sie mit Kommanditeinlagen in Höhe von 39 Millionen Euro das Eigenkapital von 16 Betreibergesellschaften.