Baubeginn für Windpark Hiddestorf/Pattensen

15. Februar 2012 - 12:13 Uhr
von Björn Dosdall
    Windenergieanlagen des Typs Enercon E-82

Windwärts errichtet vier Anlagen

Ein neuer Windpark für die Region Hannover: Die Windwärts Energie GmbH hat heute mit den ersten Baumaßnahmen für die Realisierung des Windparks Hiddestorf/Pattensen begonnen. Am Projektstandort werden vier Windenergieanlagen des Typs Enercon E70 E4 mit einer Gesamthöhe von jeweils 99,5 Metern errichtet. Bei einer Nennleistung von insgesamt 9,2 Megawatt erzeugen die Anlagen rund 11,5 Millionen Kilowattstunden umweltfreundlichen Strom pro Jahr. Die Inbetriebnahme der Anlagen ist für September geplant. Bis heute hat Windwärts in der Region Hannover 43 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 73 Megawatt in Betrieb genommen.

Erd- und Wegebauarbeiten machen den Anfang

„Nach einem erfolgreich abgeschlossenen Planungsprozess ist jetzt der Startschuss für den Bau gefallen“, freut sich Anne-Katrin Kube, verantwortliche Bauleiterin der Windwärts Energie GmbH. In einem ersten Schritt erfolgen in den kommenden Wochen vorbereitende Erd- und Wegebauarbeiten. Für den Mai ist der Bau der Fundamente geplant, nach deren Aushärtung die Errichtung der Anlagen ab Juli erfolgen soll.

Strom für 3.400 Privathaushalte

Mit der jährlichen Stromproduktion der Anlagen in Höhe von 11,5 Millionen Kilowattstunden können rechnerisch rund 3.400 Zwei-Personen-Haushalte versorgt werden. Der Umwelt werden durch das Projekt jährlich circa 11.000 Tonnen Kohlendioxid und andere Schadstoffe aus konventionellen Kraftwerken erspart. Für den Betrieb des Windparks ist keine Signalbefeuerung erforderlich, da die Anlagen eine jeweilige Gesamthöhe von 100 Metern nicht überschreiten.

Umweltbundesamt: Rückgang der Strompreise durch erneuerbare Energien

Mit einem Anteil von über 20 Prozent am Brutto-Stromverbrauch sind die erneuerbaren Energien weiter auf dem Vormarsch. In einer Studie hat das Umweltbundesamt (UBA) jüngst analysiert, dass sich aktuelle Aufschläge bei den Strompreisen nicht mit der EEG-Umlage begründen lassen. Der Ausbau erneuerbarer Energien führt vielmehr zu einem Rückgang der Preise an den Strombörsen. Jochen Flasbarth, Präsident des UBA: „Wer bei der Förderung des Ausbaus der erneuerbaren Energien nur auf einzelwirtschaftliche Kosten schaut, blendet wesentliche Aspekte aus: Gesamtwirtschaftlich gesehen, verringern die erneuerbaren Energien Umwelt- und Gesundheitsschäden in Milliardenhöhe. Wegen der steigenden Preise fossiler Energien wird die Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien mittelfristig am Markt sogar günstiger sein.“

Windwärts Energie GmbH

  • Gründung 1994 mit Sitz in Hannover
  • Geschäftsfelder: Entwicklung, Finanzierung und Betrieb von Windenergie-, Photovoltaik- und Biogasprojekten, Initiatorin von Kapitalanlagen im Bereich des nachhaltigen Investments
  • Realisierte Projekte: 139 Windenergie- und 31 Photovoltaikanlagen sowie eine Biogasanlage mit einer Gesamtleistung von 266 Megawatt und einem Gesamtinvestitionsvolumen von 400 Mio. Euro
  • 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Tochterunternehmen in Frankreich, Italien und Griechenland