Anlagenaufbau im Windenergieprojekt Springe/Bennigsen 2

28. Februar 2011 - 16:42 Uhr
    Aufbau einer Windenergieanlage im Projekt Springe/Bennigsen 2

Schwertransporter liefern Anlagenkomponenten

In den frühen Morgenstunden des 2. März ist es soweit: die ersten Schwertransporter mit Anlagenkomponenten werden am Projektstandort südlich von Bennigsen erwartet. Damit fällt der Startschuss für die Errichtung der drei Windenergieanlagen vom Typ Repower MM92 mit einer Gesamtleistung von 6,15 Megawatt. Der Aufbau der Anlagen soll bis zum 18. März abgeschlossen sein. Die Inbetriebnahme ist für Ende März vorgesehen. Pro Jahr werden die Anlagen etwa 14,4 Mio. Kilowattstunden Strom erzeugen und damit rechnerisch rund 4.800 Privathaushalte mit Strom versorgen.

Energieerzeugung mit Gewicht

„Die Anlieferung der Komponenten bedarf einer genauen Planung“, erläutert Anne-Kathrin Kube, verantwortliche Bauleiterin der Windwärts Energie GmbH. „Die Schwertransporter sind bis zu 60 Meter lang und können an die 140 Tonnen wiegen. Insgesamt werden in den kommenden Wochen etwa 30 Transportfahrten stattfinden.“ Zwischen 3.00 und 6.00 Uhr morgens treffen die Fahrzeuge an den jeweiligen Liefertagen auf der Baustelle ein. Am selben Tag sind auch die Entladung der Komponenten sowie deren Montage geplant, sofern die Wind- und Wetterverhältnisse dies zulassen. Eine Windenergieanlage besteht aus mehreren tonnenschweren Komponenten: Turmteile, Triebstrang, Gondel, Nabe und Rotorblätter. Vom Fußpunkt bis zur Blattspitze in rund 150 Metern Höhe beträgt das Gesamtgewicht einer Anlage circa 300 Tonnen. Dies entspricht dem Gewicht von etwa 60 Elefanten.

Umweltbundesamt: Rückgang der Strompreise durch erneuerbare Energien

Mit einem Anteil von über 17 Prozent am Brutto-Stromverbrauch sind die erneuerbaren Energien weiter auf dem Vormarsch. In einer Studie hat das Umweltbundesamt (UBA) jüngst analysiert, dass sich aktuelle Aufschläge bei den Strompreisen nicht mit der EEG-Umlage begründen lassen. Der Ausbau erneuerbarer Energien führt vielmehr zu einem Rückgang der Preise an den Strombörsen. Jochen Flasbarth, Präsident des UBA: „Wer bei der Förderung des Ausbaus der erneuerbaren Energien nur auf einzelwirtschaftliche Kosten schaut, blendet wesentliche Aspekte aus: Gesamtwirtschaftlich gesehen, verringern die erneuerbaren Energien Umwelt- und Gesundheitsschäden in Milliardenhöhe. Wegen der steigenden Preise fossiler Energien wird die Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien mittelfristig am Markt sogar günstiger sein.“ Weitere Informationen zu diesem Thema unter: www.umweltbundesamt.de

Windwärts Energie GmbH

  • Gründung 1994 mit Sitz in Hannover
  • Über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im In- und Ausland
  • Tochterunternehmen in Frankreich, Italien und Griechenland
  • Geschäftsfelder: Entwicklung, Finanzierung und Betrieb von Windenergie-, Photovoltaik- und Biogasprojekten, Initiatorin von Kapitalanlagen im Bereich des nachhaltigen Investments
  • Realisierte Projekte: 124 Windenergie- und 28 Photovoltaikanlagen sowie eine Biogasanlage mit einer Gesamtleistung von 226 Megawatt und einem Gesamtinvestitionsvolumen von 330 Mio. Euro