Neue Herausforderungen – Photovoltaik-Vergütungskürzung erfordert Umdenken

01. Juni 2012 - 00:00 Uhr

Der Erfolg der Solarstrombranche – 2011 gingen in Deutschland Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 7.500 Megawatt ans Netz – hat den Bundestag bewogen, eine drastische Kürzung der Vergütungssätze für Solarstrom zu beschließen.

  • Die Vergütung für Solarstrom soll rückwirkend zum 1. April um bis zu 30 Prozent sinken.
  • Danach sinkt die Vergütung monatlich um ein Prozent. Die Degression erhöht sich, wenn der Ausbau den Zielkorridor von 2.500 bis 3.500 Megawatt jährlich überschreitet, beträgt aber maximal

    2,8 Prozent im Monat. Die Absenkung fällt geringer aus, wenn der Korridor

    unterschritten wird.

  • Ab 2014 verringert sich der Zielkorridor bis 2017 um 400 Megawatt jährlich.
  • Die vergütungsfähigen Strommengen werden bei Dachanlagen auf maximal 90 Prozent begrenzt, um Anreize für den Eigenverbrauch zu setzen. Im Freilandsegment werden weiterhin 100 Prozent vergütet.

Da der Bundesrat nun den Vermittlungsausschuss angerufen hat, könnten sich noch Änderungen ergeben.

Die Kürzungen bedeuten für die Branche eine Herausforderung, sie machen die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle etwa bei großen Freiflächenanlagen erforderlich: die Direktvermarktung innerhalb des EEG, zum Beispiel nach dem so genannten Marktprämienmodell, oder eine direkte Vermarktung an Endkunden außerhalb des EEG. Voraussetzungen für einen profitablen Betrieb neuer Freiflächenanlagen sind vor allem weiter sinkende Anlagenpreise. Nach einer kurzen Konsolidierungs- und Orientierungsphase wird die Solarenergie ihren erfolgreichen Weg fortsetzen.

Aus: Windwärts Newsletter Nr. 18, Stand: Juni 2012

 

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