Errichtung eines Windparks

Der Windpark Gehrden II

Im Vergleich zur Planung und Genehmigung eines Windparks, die sich über mehrere Jahre hinziehen können, geht die Errichtung der Anlagen vergleichsweise schnell, wie hier bei der Erweiterung des Windparks Gehrden in der Nähe von Hannover.

Am Anfang steht der Bau der Zufahrtswege und der Stellfläche für den Kran direkt an der zukünftigen Anlage. Im nächsten Schritt legen zumeist lokale Bauunternehmen das Fundament für die Anlage, das vor Ort aus Beton gegossen und mit der ausgehobenen Erde bedeckt wird, um der mehrere Hundert Tonnen schweren Windenergieanlage einen sicheren Stand zu verschaffen. Ist das Fundament gelegt, kann der eigentliche Turmbau beginnen. Dafür gibt es verschiedene Konzepte. Entweder ein Turm wird vor Ort aus Beton gegossen, oder er wird aus vorgefertigten Teilen an Ort und Stelle zusammengesetzt. Material ist je nach Turmtyp entweder Stahl oder Beton, oder die beiden Werkstoffe werden in sogenannten Hybridtürmen kombiniert. Auf den fertigen Turm wird dann das Maschinenhaus gesetzt und mit riesigen Schrauben befestigt. Den Abschluss bildet das sogenannte „Sternziehen“, bei dem der am Boden vormontierte Rotor mit einem Kran nach oben gezogen und von den im Maschinenhaus wartenden Monteuren am Maschinenhaus befestigt wird.

Damit der Strom ins Netz eingespeist werden kann, entsteht direkt an der Anlage ein Transformatorenhäuschen, in dem der Strom auf die nötige Spannung umgewandelt wird. Zu den Bauarbeiten gehört darüber hinaus das Verlegen von Erdkabeln in eigens gegrabenen Kabeltrassen, durch die der Strom nach Inbetriebnahme der Anlage an die Übergabestation des zuständigen Netzbetreibers geleitet und dort ins Netz eingespeist wird.


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