Meilensteine einer nachhaltigen Energieversorgung

Wichtige globale Ereignisse für den Ausbau der erneuerbaren Energien

  • 1972 - Studie des Club of Rome „Grenzen des Wachstums”
    Erstmalig wird in der Studie vor den Umweltschäden und Belastungen für Naturressourcen durch wirtschaftliches Wachstum gewarnt.
  • 1972 - Erste Umweltkonferenz der Vereinten Nationen in Stockholm
    Ein Aktionsplan zur internationalen Zusammenarbeit gegen Umweltverschmutzung wird verabschiedet.
  • 1973 - Erste Erdölkrise
    Die OPEC-Staaten drosseln bewusst ihre Fördermengen. Erstmals wird die Importabhängigkeit moderner Industriestaaten von fossilen Energieträgern demonstriert.
  • 1979 - Zweite Erdölkrise
    Auslöser dieser Erdölkrise sind Förderungsausfälle und Verunsicherung während des Krieges zwischen Iran und Irak.
  • 1986 - Tschernobyl
    Am 26. April gerät Block 4 des ukrainischen Atomkraftwerks Tschernobyl außer Kontrolle und explodiert. 200-mal soviel Radioaktivität wie bei den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki gelangt in die Umwelt. 400.000 Menschen müssen umgesiedelt werden, 200 Gemeinden hören auf zu existieren. Nach Schätzungen werden 600.000 Menschen starken radioaktiven Strahlungen ausgesetzt. Zehntausende sind bisher gestorben oder schwer erkrankt.
  • 1987 - „Brundtland-Report“
    Der als „Brundtland-Report“ bekannt gewordene Zukunftsbericht „Unsere Gemeinsame Zukunft“ im Auftrag der Vereinten Nationen wird veröffentlicht. In ihm wird erstmals eine „nachhaltige Entwicklung“ gefordert.
  • 1992 - Zweite Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro
    Es erfolgt die Verabschiedung der Agenda 21 durch 179 Staaten, die sich damit verpflichten, nationale Nachhaltigkeitsstrategien zu entwickeln.
  • 1997 - Klimakonferenz von Kyoto
    Als Antwort auf den weltweiten Temperaturanstieg werden im Kyoto-Protokoll konkrete Reduktionsziele für Treibhausgase festgelegt. Ein Instrument zum Erreichen dieser Ziele ist der Emissionshandel. Vertreter aus 180 Staaten nehmen an der Konferenz teil. Das Protokoll wurde durch Russland im November 2004 ratifiziert und konnte damit am 16.02.2005 in Kraft treten.
  • 2005 - Ölpreisentwicklung
    Nach dem Hurrikan „Katrina”, Ende August im Golf von Mexiko, steigt der Ölpreis auf das Rekordhoch von über 70 US-Dollar/Barrel.
  • 2005 - Russland stoppt Gaslieferungen
    Im Streit um Preissteigerungen für Erdgas zwischen Russland und der Ukraine stoppt Russland Ende Dezember die Gaslieferungen an seinen Nachbarn.
  • 2007 - Weltklimabericht
    Der Weltklimarat (IPCC) stellt in seinem Bericht fest, dass die Klimaerwärmung tatsächlich stattfindet und die Aktivität der Menschheit mit großer Sicherheit dazu beiträgt. Um dem Klimawandel entgegenzuwirken, empfiehlt der Rat unter anderem die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien.
  • 2008 - Ölpreisentwicklung
    Im Juli 2008 steigt der Ölpreis auf das Rekordhoch von über 147 USD/Barrel.
  • 2009 - Klimakonferenz von Kopenhagen
    Die Ziele der Konferenz wurden nicht erreicht. Die Vereinten Nationen haben weder ein völkerrechtlich verbindliches Folgeabkommen für das Kyoto-Protokoll verabschiedet, noch eine Selbstverpflichtung zur Halbierung des globalen Kohlendioxidausstoßes bis zum Jahre 2050 vereinbart.
  • 2010 - Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko
    Die Explosion der Ölbohrplattform Deepwater Horizon am 20. April 2010 löste die schwerste Umweltkatastrophe dieser Art in der Geschichte aus.
  • 2011 - Reaktorkatastrophe in Japan
    Vor der japanischen Küste ereignet sich ein schweres Erdbeben mit anschließendem Tsunami. Im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi kommt es zu einer Zerstörung von vier Kraftwerksblöcken mit einer weiträumigen radioaktiven Verseuchung von Luft, Boden und Wasser.
  • 2011 - Ausstieg aus der Atomenergie
    Als Reaktion auf die Ereignisse in Japan beschließt die Bundesregierung den Ausstieg aus der Atomenergienutzung und die Konversion der Energiewirtschaft hin zu erneuerbaren Energien.
  • 2014 - Erneuerbare in Deutschland bei Stromerzeugung vorn
    Erneuerbare Energien sind zum ersten Mal der wichtigste Energieträger im deutschen Strommix.

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