Stadtwerke-Anlagen im Heidekreis in Betrieb

25. August 2016 - 15:04 Uhr
    Windpark Großenwede Stadtwerke Schneverdingen

Am Dienstag, den 26. Juli 2016, fanden sich Vertreter der lokalen Presse in den Räumlichkeiten der Stadtwerke Schneverdingen-Neuenkirchen im niedersächsischen Heidekreis ein. Der Grund: Der Geschäftsführer und der Aufsichtsratsvorsitzende der Öffnet den Link in einem neuen FensterHeidjers Stadtwerke, wie sich das kommunale Unternehmen im Außenauftritt nennt, Jörn Peter Maurer und Dieter Möhrmann, informierten gemeinsam mit Dr. Stefan Dietrich, dem Pressesprecher von Windwärts, über zwei Windenergieanlagen, die wir für die Stadtwerke geplant und errichtet haben und die nun in Betrieb gegangen sind.

Die beiden Windenergieanlagen vom Typ Enercon E-82 bzw. E-92 und einer Leistung von 2,3 bzw. 2,35 Megawatt erweitern den Windpark Großenwede, dessen acht Anlagen seit Oktober 2011 umwelt- und klimafreundlich Strom erzeugen.

Was auf den ersten Blick nach Business as usual in der Windenergiebranche aussieht, ist für die Beteiligten ein ganz besonderes Projekt. Für die Heidjers Stadtwerke, die zu 100% im Besitz der Stadt Schneverdingen und der Gemeinde Neuenkirchen sind, sind es die ersten Windenergieanlagen, die das Unternehmen selbst in Auftrag gegeben hat und betreibt. Mit den beiden Windrädern setzen die Stadtwerke ihren Kurs fort, auf eine nachhaltige und zukunftsorientierte Stromversorgung zu setzen. Sie engagieren sich bereits seit einigen Jahren bei der Energie-Genossenschaft „Energie eG Schneverdingen“, die mit ihren Photovoltaik-Anlagen den Strombedarf von mehr als 120 Haushalten deckt, betreiben Blockheizkraftwerke (BHKW) und bieten „Dachstrom“ an, der Privathaushalte unabhängig von der Versorgung mit fossilen Energien machen soll.

Für Windwärts wiederum ist Großenwede 2 das erste Projekt, das wir als Dienstleister für ein Stadtwerk geplant und umgesetzt haben. Stadtwerke gewinnen als Akteure in der Energiewende zunehmend an Bedeutung, und ohne sie kann die Umstellung auf erneuerbare Energien auch nicht gelingen. Während große Kommunalunternehmen eigene Abteilungen für die Projektentwicklung im Bereich Windenergie aufbauen und/oder spezialisierte Unternehmen übernehmen können, sind kleinere Stadtwerke auf das externe Know-how erfahrener Projektentwickler angewiesen. Das Projekt in Schneverdingen zeigt, dass eine Zusammenarbeit für alle beteiligten Partner zum Erfolg werden kann.

Die 144 und 149 Meter hohen Anlagen werden in Zukunft ca. 9,7 Millionen Kilowattstunden (kWh) Windstrom pro Jahr erzeugen. Das entspricht dem Strombedarf von mehr als 3.000 Haushalten. Als Betreiber der Windenergieanlagen vermeiden die Heidjers Stadtwerke so den Ausstoß von mehr als 7.500 Tonnen CO2 pro Jahr.


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