Investitionen in erneuerbare Energien zahlen sich für MVV Energie AG aus

26. Februar 2016 - 15:27 Uhr
    Unternehmenszentrale MVV EnergieDie Unternehmenszentrale der MVV Energie AG in Mannheim, Quelle: MVV Energie AG

Unser Mutterkonzern, die Mannheimer MVV Energie AG, hat am 12. Februar Öffnet den Link in einem neuen Fensterdie Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2015/16 vorgelegt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte die MVV Energie AG eine positive Ergebnisentwicklung vermelden. Das operative Ergebnis (Adjusted EBIT), also das Ergebnis vor Zinsen und Steuern, stieg von 64 auf 103 Millionen Euro. Ebenso stieg der Periodenüberschuss. Den Worten des Vorstandsvorsitzenden Dr. Georg Müller zufolge, sind für die deutliche Steigerung des Ergebnisses neben zwei neuen Biomasse- bzw. Abfallkraftwerken in England vor allem die Aktivitäten des Unternehmens im Bereich der erneuerbaren Energien verantwortlich. Dabei haben sich sowohl die im Jahr 2015 neu in Betrieb genommenen Windparks und Biomethananlagen als auch die guten Windverhältnisse im letzten Quartal des Jahres 2015 positiv ausgewirkt. Ebenfalls eine bedeutende Rolle haben juwi und Windwärts gespielt, die beiden Projektentwicklungsgesellschaften für erneuerbare Energien, die zur MVV Energie Gruppe gehören. Warum dieser Geschäftszweig gerade in dem Zeitraum so wichtig ist, erläutert Dr. Müller so: „In diesem Quartal machen Projektentwickler wie Juwi oder Windwärts den weit überwiegenden Teil ihres Ergebnisses. Januar bis September sind dagegen kostengeprägt - sowohl von Sach- als natürlich auch von Personalkosten.“

Angesichts dieser Zahlen sieht sich die MVV Energie AG sich in ihrem Kurs bestätigt, in erster Linie in die zukunftsträchtigen Geschäftsfelder Energieeffizienz, Kraft-Wärme-Kopplung und erneuerbare Energien zu investieren. In den vergangenen Jahren flossen bereits fast drei Milliarden Euro schwerpunktmäßig in diese Wachstumsbereiche, und diesen Kurs möchte das Unternehmen fortsetzen: „Wir halten das Tempo hoch und werden dazu in den kommenden Jahren weitere drei Milliarden Euro investieren“, so Dr. Müller.

Diese Zusage verbindet der Vorstandsvorsitzende aber mit klaren Worten an die Politik. Der „rund laufende[…] Motor des Ausbaus der erneuerbaren Energien“ dürfe nicht abgewürgt werden. Damit bezieht sich Dr. Müller auf das neue EEG, das in diesem Jahr novelliert werden soll. Dafür fordert er für den weiteren Ausbau der Windenergie an Land eine Verringerung der Einstiegsschwelle des Referenzertrages von 70 auf 65 Prozent sowie eine Erhöhung des jährlichen Ausschreibungsvolumens von den bisher vorgesehenen 2,0 Gigawatt brutto auf 2,5 Gigawatt netto. Dr. Müller: "Damit können wir die Ausbaugeschwindigkeit verstetigen und das seit 2010 nicht angepasste Ziel, mit den erneuerbaren Energie bis 2025 einen Anteil von 45 Prozent an der Stromerzeugung in Deutschland zu erreichen, auf 55 Prozent erhöhen."


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