Geschichten

Zum Advent: Unsere vierte gute Nachricht zum Klimaschutz

2020 war ein Ausnahmejahr: Klimakrise, Corona-Krise, Wirtschaftskrise. Doch es gibt auch gute Nachrichten, zum Beispiel zum Klimaschutz. Zu jedem Adventssonntag erzählen wir Ihnen eine davon. Heute: ...

Luftbild des Forschungszentrums Jülich (CC BY 3.0 | de.wikipedia.org)

In Salzkavernen passt viel Wasserstoff

In einer Energieversorgung, die allein auf erneuerbare Energie basiert, kann Wasserstoff eine entscheidende Rolle spielen. Einerseits als Ersatz für fossile Brennstoffe, andererseits als Speichermedium: Mit Strom, der nicht sofort verbraucht wird, kann Wasserstoff erzeugt werden, der bei Strombedarf dann wieder rückverstromt wird.

Dafür muss Wasserstoff aber in großen Mengen produziert und auch gespeichert werden. Ein Team aus Wissenschaftlern der RWTH Aachen, des Forschungszentrums Jülich und des Fraunhofer IEG hat jetzt ermittelt: Vor allem Salzkavernen eigenen sich gut dafür. In Deutschland könnten Salzkavernen Wasserstoff zur Erzeugung von 35,7 Petawattstunden Strom aufnehmen, davon 9,4 Petawattstunden an Land, der Rest auf See. Das wäre fast das Zehnfache des Primärenergieverbrauchs von rund 3,64 Petawattstunden aus dem Jahr 2018. Eine Petawattstunde entspricht einer Billion Kilowattstunden. Im Vergleich dazu liegt das Potenzial für Pump-Wasserspeicherkraftwerke in Europa bei etwa 0,123 Petawattstunden, so die Forscher.

Europaweit könnte Wasserstoff zur Erzeugung von 84,8 Petawattstunden Strom in Salzkavernen gespeichert werden. Davon entfallen 23,2 Petawattstunden auf Kavernen an Land und 61,6 Petawattstunden auf See. Wegen der geringen Investitionskosten, der guten Abdichtung und des geringen Schutzgasbedarfs seien Salzkavernen besonders geeignet, schreiben die Wissenschaftler.

Mit dieser vierten guten Nachricht für den Klimaschutz wünscht das Windwärts-Team Ihnen einen schönen 4. Advent, ein besinnliches Weihnachtsfest und viel positive Energie für 2021!