Geschichten

Zum Advent: Unsere dritte gute Nachricht zum Klimaschutz

2020 war ein Ausnahmejahr: Klimakrise, Corona-Krise, Wirtschaftskrise. Doch es gibt auch gute Nachrichten, zum Beispiel zum Klimaschutz. Zu jedem Adventssonntag erzählen wir Ihnen eine davon. Heute: ...

Reichweiten von mehr als 1.000 Kilometern sind durch Super-Batterien möglich (Foto Erik Mclean | Pexels)

Super-Batterie sorgt für 1.000 Kilometer Reichweite mit dem E-Auto

Kennen Sie das Wort Reichweitenangst? Es beschreibt die Sorge, dass man sich als vielfahrendender Autofreund ein teures Gefährt zulegt, das einen im Zweifel nicht die 300 Kilometer zum Business-Termin oder zum Verwandtenbesuch bringt, sondern auf halber Strecke mit leerem Akku liegenbleibt. Eine Ladestation ist natürlich weit und breit nicht in Sicht. Dass außerdem eigentlich keine Zeit zum Aufladen ist ‒ geschenkt.

Diese Reichweitenangst ist mitverantwortlich dafür, dass E-Autos noch nicht den Siegeszug angetreten haben, den sich viele erhoffen. Denn auf freier Strecke stromlos stranden ‒ das möchte verständlicherweise niemand.

Ob diese Gefühle begründet sind oder nicht, wollen wir gar nicht diskutieren, denn Rettung in Form einer Super-Batterie naht. Deutsche und niederländische Forscher haben gemeinsam eine neuartige Akkutechnologie entwickelt, die Reichweiten von mehr als 1.000 Kilometern ermöglicht. 

Möglich wird dies mit Hilfe eines Verfahrens, das im industriellen Maßstab Beschichtungen auftragen kann, die so dünn sind wie ein einziges Atom. Die Akkus schafften daher nicht nur dreimal mehr Reichweite für E-Autos als heutige Batteriezellen, sondern könnten auch fünfmal schneller geladen werden, verspricht die für die Vermarktung gegründete Firma SALD BV. Damit könnte ein E-Auto binnen zehn Minuten zu etwa 80 Prozent und in 20 Minuten vollständig geladen werden. Erste Akkus könnten bereits 2022 verbaut werden.