Zum Advent

Unsere erste gute Nachricht zum Klimaschutz

2021 war ein Jahr, das nicht so positiv verlief, wie erhofft. Die anhaltende Pandemie drückt auf das Land, die CO2-Emissionen sind im Vergleich zum Vorjahr wieder deutlich gestiegen und das Artensterben geht ungebremst weiter. Aber es gibt auch gute Nachrichten. Zu jedem Adventssonntag erzählen wir Ihnen eine davon. Heute ...

Die Ampelkoalition setzt auf Klimaschutz

Bisher ist ein Ende der Kohleverstromung bis spätestens 2038 beschlossen. Der Ausstieg soll nun um acht Jahre vorgezogen werden.

„Die Energiewende ist zurück“ – so ungewohnt euphorisch feiert der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) den Ende November vorgelegten Koalitionsvertrag der Ampelkoalition.

Tatsächlich liest sich einiges so, als hätten es die Branchenverbände selbst in den Vertrag von SPD, Grünen und FDP hineingeschrieben: Kohleausstieg möglichst bis 2030, ein CO2-Preis nicht unter 60 Euro pro Tonne und eine Treibhausgassenkung von 65 Prozent bis 2030.

Um das zu schaffen, sollen im Stromsektor 80 Prozent Erneuerbare bis 2030 erreicht werden – bislang waren es 65 Prozent. Also müssen deutlich mehr Wind- und PV-Anlagen gebaut werden. Deshalb wollen die Ampelkoalitionäre Hemmnisse aus dem Weg räumen. So sollen

  • Planungs- und Genehmigungsprozesse beschleunigt,
  • Ausschreibungsmengen für Wind- und Solarstrom jährlich angepasst,
  • Rechtssicherheit im Artenschutzrecht geschaffen,
  • zwei Prozent der Landesfläche für Windenergie gesichert,
  • Windenergie auf See auf 30 Gigawatt ausgebaut,
  • die Hemmnisse bei der Photovoltaik abgebaut und
  • die heimische Produktion von grünem Wasserstoff gefördert werden.

Neben viel Lob gibt es auch Kritik: Den Aktivisten von Fridays for Future und der grünen Jugend gehen die Pläne nicht weit genug.

Und tatsächlich: Zwar zieht sich das Thema Klima durch alle Teile des Vertrages, aber es gilt am Ende, die Regierung nicht an ihren Worten, sondern an ihren Taten zu messen.