Windenergie im Wald

08. Oktober 2013 - 11:22 Uhr
von Katharina Wolf
zu  Wissenswertes zur Windenergie

Im ersten Moment scheint die Idee abwegig, Windenergieanlagen im Wald aufzustellen. Doch sprechen tatsächlich einige Argumente dafür, die windigen Standorte auch in Wäldern zur Stromerzeugung zu nutzen. Die südlichen Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg Öffnet den Link in einem neuen Fensterhaben sich ehrgeizige Ziele gesteckt, was die die Stromproduktion aus Windenergie und damit auch die Ausweisung von Flächen betrifft. Und da dieser Teil Deutschlands deutlich bewaldeter ist als der Norden, finden sich zahlreiche Eignungsflächen im Wald. Gerade auf Hügelkuppen – meist ebenfalls bewaldet – lassen sich vergleichsweise hohe Windgeschwindigkeiten messen.

Hohe Türme, große Rotoren

Dazu kommt die Weiterentwicklung der Anlagetechnik: Zahlreiche Hersteller bieten mittlerweile sogenannte „binnenlandoptimierte“ Windenergieanlagen an. Das bedeutet, dass ihre Türme bis zu 140 Meter hoch sind und daher die Rotorblätter keine Auswirkungen der Turbulenzen über den Bäumen zu spüren bekommen und die Anlagen gleichzeitig über sehr große Rotordurchmesser – bis zu 120 Meter – verfügen, um auch bei mittleren Windgeschwindigkeiten bereits Stromerträge zuliefern. Auch ist der Wald in Deutschland – aller romantischen Verklärung zum Trotz – im Wesentlichen ein Nutzwald, der schon aufgrund seiner Rolle als Holzlieferant mit Lkw-tauglichen Wegen gut erschlossen ist.

Naturschutz wird im Wald großgeschrieben

Doch gibt es natürlich bei der Nutzung der Windenergie im Wald andere Dinge zu beachten als in der norddeutschen Tiefebene. Aufgrund der schlechten Datenlage über die jeweils vorherrschenden Windgeschwindigkeiten sind Windmessungen sinnvoll. Im Wald leben mehr geschützte Tierarten, die von einem Windpark nicht bedroht werden dürfen – so sind intensive Gutachten über Fledermäuse, Rotmilane oder Schwarzstörche  nötig. Auch in puncto Bürgerbeteiligung ist Sensibilität gefragt: Der Wald wird als Erholungsraum geschätzt, viele Bürger befürchten große Rodungsflächen oder dauerhafte Schäden für Flora und Fauna.

„Gibt’s die auch in Pink?“ Alle Informationen online!

Hier hilft nur frühzeitiges Aufklären. Im Projekt „Buhlenberg“ im hessischen Weilmünster will Windwärts acht Windenergieanlagen errichten, die sich auf einer Hügelkuppe in 340 bis 410 Metern über NN befinden. Um die Akzeptanz bei den Anwohnern zu fördern, hat Windwärts einen eigenen Internetauftritt für das Projekt online gestellt. Unter Öffnet den Link in einem neuen Fensterwww.weilmuenster.windwaerts.de informieren wir über das Projekt im Buhlenberger Wald. In einem ausführlichen Öffnet den Link in einem neuen FensterFAQ-Bereich beantworten wir die Fragen der Bürger – die über die Hauptwindrichtung und den Ertrag, über Beteiligungsmöglichkeiten und Lautstärke bis hin zu Einschränkungen bei der Jagd oder Farbvarianten der Anlagen (Gibt’s die auch in Pink?) reichen.

Weitere Informationen zur Windenergie finden Sie auch in unserer Infothek.


Autorin Katharina Wolf

Katharina Wolf

Ich bin für alles zuständig, was mit Schreiben zu tun hat. Dazu gehören Texte für Windwärts-Broschüren ebenso wie Slogans für Messestände oder Artikel für unseren Newsletter und Fachzeitschriften. Im Blog schreibe ich über Themen aus der Branche der erneuerbaren Energien. Dort bin ich schon lange unterwegs, erst als Redakteurin bei einer Fachzeitschrift, später als freie Journalistin und jetzt in der Unternehmenskommunikation bei Windwärts.