FUTURZWEI Zukunftsalmanach 2015/16: Geschichten vom guten Umgang mit der Welt

19. Dezember 2014 - 16:10 Uhr
von Silvia Augustin
zu  Verantwortung & Engagement

Alternativlos? Gibt es nicht. Das beweist der Öffnet den Link in einem neuen FensterFUTURZWEI Zukunftsalmanach 2015/16, der in 82 Geschichten des Gelingens vom gesellschaftlichen Wandel erzählt. Am 3. Dezember 2014 präsentierten die Herausgeber Harald Welzer, Dana Giesecke und Luise Tremel mit der Revue „Was war noch mal der Kapitalismus?“ in Hannover ihr Buch und das ausgerechnet an einem der Geburtsorte kapitalistischer Wirtschaft – der Öffnet den Link in einem neuen FensterBörse. Zur Eröffnung erklärte Dr. Sandra Reich, Geschäftsführerin der Börse Hannover, dass sie keinen Gegensatz darin sehe, das Börsenparkett für eine kapitalismuskritische Veranstaltung freizugeben. Passend zur Veranstaltung konnte sie von der Börse Hannover eine eigene Geschichte des Gelingens erzählen. Seit die Börse Hannover vor sieben Jahren einen eigenen Öffnet den Link in einem neuen FensterNachhaltigkeitsindex einführte, der sich an globalen Herausforderungen unserer Zeit wie zum Beispiel dem Klimawandel orientiert, verzeichnet sie einen Zuwachs. Ihr Fazit: Nachhaltigkeit zahlt sich aus. Das war ein gutes Stichwort für die Mitherausgeberin des Zukunftsalmanachs, Dana Giesecke, um zunächst FUTURZWEI und anschließend den Zukunftsalmanach vorzustellen.

FUTURZWEI – die Stiftung Zukunftsfähigkeit

Öffnet den Link in einem neuen FensterFUTURZWEI ist eine gemeinnützige Stiftung, die ihre Mittel für das Projekt einer zukunftsfähigen, enkeltauglichen Gesellschaft einsetzt. Die zugrunde liegende These ist, dass eine andere, zukunftsfähige Kultur des Lebens und Wirtschaftens nicht durch wissenschaftliche Erkenntnisse oder moralische Appelle entsteht, sondern durch konkretes Handeln vorgelebt und ausprobiert wird. In der Konsequenz hat FUTURZWEI es sich zur Aufgabe gemacht, Projekte aufzuspüren, die mit kreativen Ideen die Umwelt schützen und die Gesellschaft sozialer machen. Dieses Anfangen gesellschaftlichen Wandels will FUTURZWEI sichtbar und politisch wirksam machen.

Der Zukunftsalmanach – Gegenentwürfe zur Leitkultur des Wachstums und der Verschwendung

Der Zukunftsalmanach 2015/16, der Ende November 2014 im S. Fischer Verlag erschienen ist, versammelt eine Auswahl der von FUTURZWEI aufgespürten Projekte. Er erzählt in 82 Geschichten von gelebten Gegenentwürfen zur Leitkultur des Wachstums und der Verschwendung. Themenkomplexe sind „Saft und Stoff“, „Kaufen Essen Trinken“, „Nah und fern“, „Wir Ihr Sie“ und „Weiter und Breiter“, gefolgt vom Schwerpunktthema „Material“, wobei es um einen anderen Umgang mit Stoffen in Produktion, um Hyperkonsum und Entsorgung beziehungsweise Wiederverwendung geht. Unabhängig vom Thema richtet sich der Fokus stets auf das Politische, und die Zeitform ist wie immer das Futur II: Werden wir für ein Weniger an Stoff, Konsum und Ungerechtigkeit bereit gewesen sein? Eingerahmt werden die Geschichten von einem eröffnenden Aufsatz von Harald Welzer zur Zukunftspolitik und abschließend von fünf Erzählungen von Schriftstellern zu der Frage, wie in naher Zukunft mit Rohstoffen und Konsumprodukten umgegangen werden könnte.

Aus dem Nähkästchen: Vorreiter und ihre Geschichten

Wie der Zukunftsalmanach stand auch die Buchpräsentation an der Börse Hannover ganz im Zeichen von Geschichten des Gelingens. So diskutierte Öffnet den Link in einem neuen FensterHarald Welzer mit dem Bionade-Gründer Peter Kowalsky, ob nachhaltiges Wirtschaften möglich ist, Dana Giesecke begab sich mit dem Filmemacher Florian Opitz finanzwirtschaftlich auf Speed und Luise Tremel übte mit dem Designer Carsten Buck das Jonglieren in Material- und Nutzungskreisläufen. Besonders fasziniert hat mich der Bericht von Öffnet den Link in einem neuen FensterFlorian Opitz zu seinen Recherchen für den Kinodokumentarfilm „Speed – auf der Suche nach der verlorenen Zeit“. Ausgehend von der Frage, wo die Zeit geblieben ist, die wir mühsam mit all den neuen Technologien und Effizienzmodellen eingespart haben, traf er sowohl Akteure, die am internationalen Finanzmarkt an der Zeitschraube drehen, als auch solche, die aus dem Hamsterrad ausgestiegen sind, wie den ehemaligen Europachef der Bank Lehman Brothers. Darüber hinaus befragte er Zeitmanagement-Experten, Therapeuten und Wissenschaftler. Zusammenfassend plädierte er dafür, nicht das Bruttoinlandsprodukt zu steigern, sondern das Bruttonationalglück. Wer wie ich den Film "Speed" sehen möchte, findet auf Öffnet den Link in einem neuen Fensterspeed-derfilm.de weitere Informationen inklusive Kinofinder, und wer sich vom Zukunftsalmanach inspirieren lassen möchte, findet alle Angaben hier:

Öffnet den Link in einem neuen FensterHarald Welzer / Dana Giesecke / Luise Tremel (Hg.): Futurzwei Zukunftsalmanach 2015/16. Geschichten vom guten Umgang mit der Welt, 542 Seiten, Dezember 2014, 16.99 Euro, S. Fischer Verlag.


Autorin Silvia Augustin

Silvia Augustin

In der Öffentlichkeit ein möglichst umfassendes Bild davon zu zeichnen, wer Windwärts ist und was Windwärts macht – das ist mein Anspruch an unsere Kommunikation. Als Pressesprecherin bin ich die richtige Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um Windwärts als Unternehmen und in Sachen Öffentlichkeitsarbeit bin ich die erste Adresse für Interessenten im Bereich Spenden, Sponsoring und Umweltbildung.

Silvia Augustin bei Öffnet den Link in einem neuen FensterÖffnet den Link in einem neuen FensterGoogle+ Öffnet den Link in einem neuen FensterTwitter Öffnet den Link in einem neuen FensterXing