Frauen gewinnen – familienbewusste Personalpolitik als Gewinn für alle

31. Oktober 2016 - 11:19 Uhr
von Verena Uka
zu  Arbeiten bei Windwärts

„Frauen gewinnen“ das war der Titel einer Veranstaltung, zu der das Nutzwerk 511, ein Zusammenschluss engagierter Hannoveranerinnen aus Wirtschaft, Politik, Bildung, Kunst & Kultur, im September einlud. Auf der Agenda standen für Windwärts klassische Themen der Personalarbeit im Sinne von Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

„Frauen gewinnen“ in doppelter Hinsicht: Unternehmen sehen das Potenzial von Frauen als Fach- und Führungskräfte und möchten diese für sich gewinnen. Umgekehrt gewinnen natürlich Frauen dazu, wenn sie von diesen Maßnahmen profitieren. Wieviel Potenzial das Thema hat, zeigte die prominente Besetzung: Nach der Begrüßung von Dr. Sabine Johannsen, Geschäftsführerin der NBank, sprach Ministerpräsident Stephan Weil die Keynote. Bärbel Höltzen-Schoh, Vorsitzendes Mitglied der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hannover, brachte mit ihrem Vortrag das Thema auf den Punkt: „Von der stillen Reserve zum Fachkräftepotenzial!? – Frauen und Arbeitsmarkt“. Heute lohnt es sich für viele Unternehmen, den immer selbstverständlicheren Weg der familienbewussten Personalpolitik zu gehen. Es zahlt sich aus, Frauen zu fordern und zu fördern, sie gewinnen zu lassen. Frauen sind so gut ausgebildet wie nie zuvor, aber sie nutzen ihr Potenzial nicht voll. Ein Grund dafür sind die mangelnden Möglichkeiten Beruf und Familie miteinander zufriedenstellend in Einklang zu bringen – für Mütter und für Väter.

Von familienbewusster Personalpolitik profitieren alle: Mütter, Väter und das Unternehmen

Für Windwärts hat es sich gelohnt familienbewusste Pionierin und zu sein und das tut es bis heute. Eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit und damit eine hohe Mitarbeiterbindung sind in einem Arbeitsmarkt mit hoher Konkurrenz um Fachkräfte wertvoll. Flexibilität z.B. in Hinblick auf Arbeitszeit wird bei uns von beiden Seiten gelebt: das Unternehmen bietet sie an und im Gegenzug geben die Mitarbeiter diese Flexibilität selbstverständlich zurück. Konzepte und Maßnahmen, die Frauen für Führungspositionen qualifizieren, sind erprobt. Aber letztlich geht es bei der Förderung von Frauen und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie um mehr: Es geht um das Zusammenspiel von passenden Angeboten, um eine Unternehmenskultur, in der diese auch selbstverständlich angenommen werden können, und um die Rollen von Frau und Mann, beruflich und auch privat. Zwei klassische Vollzeitjobs und der Job als Mutter oder Vater sind schwer miteinander vereinbar. Wenn Frauen gewinnen wollen oder Unternehmen Frauen für sich gewinnen möchten, müssen sie auch die Rolle der Väter und Kollegen in den Blick nehmen.

Berufliche Weiterentwicklung braucht keine Vollzeit

Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde bei Windwärts das Modell der vollzeitnahen Teilzeit entwickelt. Auch Männer können es nutzen – und tun das auch. „Wenn beruflich erfolgreiche Mütter für uns selbstverständlich sind, müssen das auch erfolgreiche Väter sein, die weniger arbeiten.“, referiert Bernd Jojade, unser Personalleiter im Rahmen der Veranstaltung. „Wir brauchen keine Vollzeittätigkeit als Grundvoraussetzung für berufliche Weiterentwicklung. In einem gut gesetzten Rahmen mit flexibler Arbeitszeit, Besprechungszeiträumen ausschließlich an Vormittagen und Homeoffice-Lösungen, ist diese Vorstellung überholt.

Wir haben die Voraussetzungen und über die Jahre auch eine Unternehmenskultur entwickelt, in dem Führungskräfte in Teilzeit gehen können, aber auch umgekehrt Mitarbeiter in Teilzeit in Führung gehen können. So haben bei Windwärts aktuell zwei männliche Führungskräfte Vereinbarungen zu vollzeitnaher Teilzeit und /oder Homeoffice getroffen, die noch vor wenigen Jahren gar nicht auf die Idee gekommen wären, solche Angebote zu nutzen. Da dieses Modell bereits von Kollegen vorgelebt wurde, haben sie es für sich in Betracht gezogen, ohne ihre Rolle als Führungskraft in Frage gestellt zu sehen. So können sie sich nun intensiver in die Familienarbeit einbringen als zuvor. Letztlich entscheiden wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, was für uns das passende Lebensmodell ist, und die Mütter entscheiden, was sie von ihren Partnern einfordern, damit sie weiter erfolgreich berufstätig sein können. Voraussetzung dafür ist, dass wir in einer Unternehmenskultur mit passenden Angeboten unterwegs sind, für die Elternschaft oder Teilzeitarbeit kein Karrierehindernis ist.

So gewinnen wir alle gemeinsam.


Autorin Verena Uka

Verena Uka

In einem dynamischen Markt, der von stetiger Veränderung gekennzeichnet ist, sei es durch Erfolge oder Krisen, leistet eine gut gesteuerte interne Kommunikation einen entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg. Bei Windwärts pflegen wir eine Unternehmenskultur, die durch Transparenz, Wertschätzung und Dialog geprägt ist, interne und externe Kommunikation sind eng verknüpft. So sorgen wir dafür, dass wir gegenüber unseren Geschäftspartnern und Stakeholdern authentisch mit diesen Werten auftreten und als Mitarbeiter von Windwärts wahrgenommen werden.

Reizvoll finde ich vor allem die Vielfältigkeit meiner Tätigkeit: persönlich, schriftlich oder über das Intranet, beratend, moderierend oder schreibend begleite ich die internen Prozesse bei Windwärts. Das kann auch mal die Anschaffung einer Kaffeemaschine bedeuten, vor der sich Mitarbeiter nun regelmäßig treffen. Ich freue mich darauf, einen Teil meiner Arbeit in unserem Blog auch nach außen sichtbar zu machen..