Energiewende 2.0 mitten im Windpark mit Ministerpräsident Weil

25. Oktober 2013 - 10:48 Uhr
von Silvia Augustin
zu  Windwärts – Einblicke ins Unternehmen

Kaum war die Einweihung des Öffnet den Link in einem neuen FensterWindparks Pattensen-Hiddestorf mit dem Öffnet den Link in einem neuen Fenster15. WindFest in der Region Hannover gefeiert, kündigte sich für Mitte Oktober erneut hoher Besuch an: Niedersachsens Ministerpräsident, zukünftiger Bundesratsvorsitzender und Mitinitiator des aktuell vorgelegten Konzepts Energiewende 2.0 – Stephan Weil. Er hatte den 18. Oktober 2013 auserkoren, um sich beim gemeinsamen Mühlenklettern mit Windwärts Geschäftsführer Lothar Schulze ein Bild darüber zu verschaffen, wie es mit der Windenergie in Deutschland aktuell aussieht.

Treffpunkt Windenergieanlage WEA 07: Ein Ministerpräsident kommt selten allein

Als es am Freitagnachmittag zwischen Pattensen und Hiddestorf oder besser gesagt zwischen Rübenacker und Waldsaum hieß „Treffpunkt WEA 07“, war am Fuße der Windenergieanlage ordentlich was los: Ministerpräsident Weil reiste in Begleitung der Regierungssprecherin Anke Pörksen und seiner Sicherheitscrew an. Windwärts war durch den Geschäftsführer Lothar Schulze, die technischen Betriebsführer Axel Bertling und Daniel Schmitz sowie auch mich als Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit vertreten. Noch dazu richtete die Welt der Medien gleich mehrere Objektive auf das Geschehen.

Am Anfang stand eine Einweisung in die Sicherheitstechnik und das Anlegen der Montur, gefolgt von einer Fahrt mit dem „Fahrstuhl“, der nicht ohne Grund nur als „Aufstiegshilfe“ zu verstehen ist. So schreibt Weil in seiner wöchentlich erscheinenden Öffnet den Link in einem neuen FensterKolumne „Montags“: „An der frischen Luft war ich am Freitag. Da habe ich erst mal ein Windrad erklommen und fand die Technologie nicht weniger eindrucksvoll als die Aussicht. Davor stand allerdings ein Aufstieg, den hatte ich mir naiverweise komfortabler vorgestellt. Stattdessen wurde es ein alpiner Ausflug mitten in der Norddeutschen Tiefebene und der Abstieg war noch spannender. Am Ende einer arbeitsreichen Woche wurde der Adrenalin-Spiegel auf diese Weise noch einmal auf Vordermann gebracht.“ Aber auch inhaltlich wurde es im Gespräch zwischen Weil und Schulze recht spannend.


Stephan Weil und Lothar Schulze an der Windenergieanlage


Politiker und Pionier sind sich einig: Die Energiewende muss erneuert werden und zugleich Verlässlichkeit und Planungssicherheit bieten

Für Gesprächsstoff zwischen Öffnet den Link in einem neuen FensterWeil als Politiker und Schulze als Pionier der Windenergie sorgte aus aktuellem Anlass das ebenso bodenständige wie zukunftsweisende Öffnet den Link in einem neuen FensterKonzept zur Energiewende 2.0. Dieses hatte Weil nur zwei Tage zuvor zusammen mit einem niedersächsischen Bündnis aus Politikern, Energieversorgern und Umweltverbänden in Berlin vorgestellt. Zentrale Forderungen sind erstens die deutliche Reduzierung der CO2-Emissionen verbunden mit der Zielsetzung, sowohl die Versorgungssicherheit als auch bezahlbare Preise sicherzustellen, und zweitens eine Verlässlichkeit und Planungssicherheit, die mehrere Legislaturperioden überdauert.

Dass die Planungssicherheit für eine Projektentwicklungsgesellschaft wie Windwärts auch fernab des EEG und damit der großen Politik nicht immer gegeben ist, machte Schulze am Beispiel der Flugsicherheit deutlich. Aus eigenen Erfahrungen in gleich mehreren Projekten sieht er es als problematisch an, dass das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) an der 15-Kilometer-Schutzzone um Radaranlagen und UKW-Drehfunkfeuer festhält. Denn in diesem Bereich bedarf der Bau einer Windenergieanlage der Zustimmung durch die Aufsichtsbehörde, was nicht nur Zeit und Geld kostet, sondern ein Projekt im Zweifel sogar zum Kippen bringen kann. Damit ist die Flugsicherheit ein weiteres Beispiel für die Komplexität der Energiewende-Thematik. Um dieser Komplexität gerecht zu werden, fordert Weil ein Öffnet den Link in einem neuen Fenster„funktionierendes Management für die Energiewende in Deutschland“ in Form eines eigenen Energieministeriums. Die Notwendigkeit eines Energieministeriums wird im Zuge der Koalitionsverhandlungen kontrovers diskutiert. Erst in den nächsten Wochen wird sich also zeigen, was die Zukunft bringt.


Autorin Silvia Augustin

Silvia Augustin

In der Öffentlichkeit ein möglichst umfassendes Bild davon zu zeichnen, wer Windwärts ist und was Windwärts macht – das ist der Anspruch von mir als Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und meinem Team. Ich persönlich bin zudem die richtige Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um Windwärts als Unternehmen. Speziell Medienvertreter und Interessenten im Bereich Spenden, Sponsoring und Umweltbildung sind bei mir an der richtigen Adresse.

Silvia Augustin bei Öffnet den Link in einem neuen FensterÖffnet den Link in einem neuen FensterGoogle+ Öffnet den Link in einem neuen FensterTwitter Öffnet den Link in einem neuen FensterXing