Die Energiewende lebt – mit Mut und Engagement vor Ort

27. September 2013 - 15:25 Uhr
von Dr. Stefan Dietrich
zu  Windwärts unterwegs

5. Kongress „100% Erneuerbare-Energie-Regionen“ in Kassel

Bereits zum fünften Mal trafen sich am 24. und 25. September in Kassel ganz unterschiedliche Akteure, um sich im Rahmen des Öffnet den Link in einem neuen FensterKongresses „100% Erneuerbare-Energie-Regionen“ darüber auszutauschen, wie die Energiewende vor Ort gelingen kann. Die anwesenden Vertreter von Kommunen und Kreisen, Stadtwerken und Energiegenossenschaften, Vereinen und Unternehmen konnten sich über alle Aspekte informieren, die konkret vor Ort wichtig sind, um das Ziel zu erreichen, das sich viele Regionen mittlerweile gesteckt haben: sich vollständig mit erneuerbaren Energien zu versorgen.

Von der Energieeffizienz bis zu Mobilitätskonzepten

Das Themenspektrum reichte von Akzeptanz und Bürgerbeteiligung über Fragen der Energieeffizienz bis hin zu Mobilitätskonzepten. Ich selbst habe auch meinen Teil beigetragen mit einem Vortrag zu „Eigenstrom aus PV-Anlagen – ein Baustein für 100%-EE-Regionen“, in dem ich dargelegt habe, dass der Verbrauch von Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage für kleine und mittlere Unternehmen durchaus lohnenswert ist –  und dass neben den Unternehmen selbst auch Kommunen und Stadtwerke etwas davon haben.

Begeisterung für eine nachhaltige Energieversorgung deutlich spürbar

Es soll hier aber nicht darum gehen, was Windwärts so alles im Angebot hat. Eigentlich wollte ich ja vom Kongress in Kassel berichten. Und auch wenn die Vorträge sicherlich alle interessant waren, so sind sie nicht unbedingt das, was in Erinnerung bleiben wird (außer meinem natürlich :-)). Was ich von diesem Kongress mitgenommen habe, sind weniger die Details der verschiedenen Umsetzungsstrategien, es ist vielmehr die Begeisterung für das Ziel der nachhaltigen, weil erneuerbaren, Energieversorgung, die draußen im Land nach wie vor sehr viele Menschen um- und antreibt.

Bange machen gilt nicht!

Wer die öffentlichen Debatten der vergangenen Monate verfolgt hat, in der Interessengruppen, Journalisten und Politiker in einer Tour versucht haben, die Energiewende zu diskreditieren und damit zumindest auszubremsen, der konnte an den beiden Tagen im schicken Kasseler Kongress Palais wieder Mut schöpfen. Denn hier haben die Teilnehmer nicht nur ihre Erfahrungen ausgetauscht und Beispiele dafür gezeigt, Öffnet den Link in einem neuen Fensterwie die Energiewende vor Ort funktionieren kann. Das war auch Teil des Erlebnisses und das ist sicherlich sehr wichtig.

Immer mehr Menschen nehmen Energieversorgung in die eigenen Hände

Das Beste an diesem Kongress war es zu sehen und zu spüren, dass sehr viele Menschen für dieses große Ziel kämpfen, dass sie Ideen haben und den Mut, diese umzusetzen. Denn das ist ja das Schöne an dieser Energiewende: dass sie Öffnet den Link in einem neuen Fenstergetragen wird von vielen unterschiedlichen Menschen, dass sie Öffnet den Link in einem neuen Fensterin den Regionen umgesetzt wird und der alten Welt der zentralisierten Energieversorgung in der Hand weniger Konzerne eine menschliche und demokratische Alternative entgegensetzt. Vermutlich ist es ja auch das, was viele Lobbyisten und einige Politiker in solch helle Aufregung versetzt. Die Menschen erdreisten sich, Energieversorgung in die eigene Hand nehmen zu wollen. Kommunen, Stadtwerke, Genossenschaften und mittelständische Unternehmen nutzen die Möglichkeiten, die die Technik bietet, um die Ressourcen ihrer Region einzusetzen und auch die Gewinne dort zu behalten. Manchen mag das erschrecken, viele begeistert es aber. Und von diesen Menschen kamen mehrere Hundert in Kassel zusammen. Mich hat das mit neuem Mut nach Hause fahren lassen.


Autor Dr. Stefan Dietrich

Dr. Stefan Dietrich

Als Windwärts Pressesprecher bin ich dafür zuständig, dass die Medien und Menschen vor Ort immer gut über unsere Projekte informiert sind. Das heißt, ich informiere die Lokalpresse über Genehmigungen, Baufortschritte, Inbetriebnahmen u.ä. und empfange Besichtigungsgruppen in unseren Wind- und Solarparks. Darüber hinaus habe ich die aktuellen Entwicklungen der Branche im Blick (den Dr. habe ich schließlich in Politikwissenschaft gemacht).

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