Akzeptanz, Ausschreibungen und Repowering – Themen gab es genug auf dem 3. Windbranchentag Niedersachsen

08. November 2016 - 13:43 Uhr
von Dr. Stefan Dietrich
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  • Windwärts Windbranchentag Niedersachsen

An die 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen am Donnerstag, den 3. November 2016 zum 3. Windbranchentag Niedersachsen/Bremen in das Convention Center auf dem Messegelände in Hannover. Eingeladen hatte der Bundesverband Windenergie BWE, um über die wichtigsten Themen zu diskutieren, die die Branche im Moment bewegen. Auf verschiedenen Foren ging es um die kommenden Ausschreibungen, die Akzeptanz von Windenergieprojekten, um Fragen des Netzausbaus, des Natur- und Artenschutzes und der Sektorenkopplung. Zu einem weiteren wichtigen Thema, nämlich der „Herausforderung Repowering“, also dem Ersetzen älterer Anlagen durch neue und leistungsfähigere, zählte mit Hauke Eggers-Mohrmann auch ein Experte aus dem Hause Windwärts zu den Vortragenden.

Es kamen aber nicht nur Branchenvertreter zu Wort. So ging es nachmittags auf dem Politikerpodium um die energiepolitische Positionierung der Parteien ein Jahr vor der Bundestagswahl. Mit den Bundestagsabgeordneten Dr. Julia Verlinden (Grüne) und Johann Saathoff (SPD), dem CDU-Landtagsabgeordneten Martin Bäumer und Cornelia Uschtrin, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Linken-Abgeordneten Eva Bulling-Schröter, war dieses Podium fachlich ausgezeichnet besetzt. Die Debatteninhalte waren nicht so überraschend, die Linien zwischen Schwarz-Rot, die das EEG 2017 auf den Weg gebracht haben, und der grünen und linken Opposition sind bekannt. Umso erfreulicher, dass auf dem Podium viel über die Notwendigkeit der Sektorenkopplung gesprochen wurde, also über die Nutzung von Strom im Verkehr oder zur Erzeugung von Wärme, und das in der Region, in der der Strom auch erzeugt wird. Auch wenn viel Wind weht und der Kohlestrom dennoch die Netze verstopft, müssten Windenergieanlagen nicht abgeregelt werden, und wir benötigten auch kein „Netzausbaugebiet“ im neuen EEG, wenn der Strom sinnvoll vor Ort genutzt werden kann. Technisch ist das alles möglich, aber das regulatorische Umfeld stimmt noch nicht. Daher ist es erfreulich, dass quer durch die Parteien dieses Thema positiv bewertet wird. Nun muss nur noch die Umsetzung folgen.

Windwärts Geschäftsführer und Staatssekretär Baake Im Gespräch: Staatssekretär Rainer Baake (Mitte) und die Windwärts-Geschäftsführer Lothar Schulze und Björn Wenzlaff

Nicht nur das Politikpodium, sondern auch die Redner, die den Windbranchentag mit ihren Plenarvorträgen, ganz modern Keynotes genannt, eröffneten, zeigten die Bedeutung, die die Windenergie gerade in Niedersachsen hat. Neben den Bundes- und Landesvorsitzenden des BWE, Hermann Albers und Wilhelm Pieper, sprachen Bernd Busemann und Rainer Baake auf dem Windbranchentag. Baake ist Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Busemann Präsident des Niedersächsischen Landtags. Baake gilt als führender Kopf hinter dem neuen EEG, daher wurde sein Auftritt besonders gespannt erwartet. Der Staatssekretär trat dann auch kämpferisch für den Weg ein, den die Bundesregierung mit dem neuen EEG eingeschlagen hat. Im Anschluss an die Keynotes schaute Rainer Baake am Windwärts-Stand vorbei und unterhielt sich mit den Geschäftsführern Lothar Schulze und Björn Wenzlaff über die Lage der Windenergiebranche und die Zukunft des EEG.

Der 3. Windbranchentag Niedersachsen/Bremen war aus Sicht der Veranstalter und Teilnehmer eine erfolgreiche Veranstaltung. Die Branche konnte die drängenden Fragen untereinander und mit den Politikern diskutieren, und viele sind sicherlich mit neuen Impulsen nach Hause gefahren, um die Arbeit für die Energiewende fortzusetzen. Wir als Windwärts-Mitarbeiter konnten die Gelegenheit nutzen, alte Kontakte zu pflegen und neue zu knüpfen.




Autor Dr. Stefan Dietrich

Dr. Stefan Dietrich

Als Windwärts Pressesprecher bin ich dafür zuständig, dass die Medien und Menschen vor Ort immer gut über unsere Projekte informiert sind. Das heißt, ich informiere die Lokalpresse über Genehmigungen, Baufortschritte, Inbetriebnahmen u.ä. und empfange Besichtigungsgruppen in unseren Wind- und Solarparks. Darüber hinaus habe ich die aktuellen Entwicklungen der Branche im Blick (den Dr. habe ich schließlich in Politikwissenschaft gemacht).

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