8. Windwärts-Radmarathon: „Unser Ziel ist Kiel!“

06. Juli 2018 - 12:37 Uhr
von Silvia Augustin
zu  Verantwortung & Engagement

269 Kilometer Radeln für den guten Zweck. Was unterwegs alles geschah, berichtet Organisator und Teilnehmer Bernd Blauert-Segna.

Schleswig-Holstein ist nicht flach. Diese Erfahrung mussten drei Radlerinnen und 13 Radler machen, die am 16. Juni um 4:30 Uhr in Hannover aufgebrochen waren, um beim 8. Windwärts-Radmarathon die Kieler Woche zu besuchen. Die Serie kurzer, aber teils giftiger Steigungen summierte sich bis auf veritable 950 Höhenmeter – mehr als eine Harz-Überquerung. Vorausgegangen waren spannende Tage: Täglich wechselnde und teils widersprüchliche Windprognosen hatten bis zum Vortag das Fahrtziel infrage gestellt. Als sich schließlich die Prognose auf „schwacher Wind aus südlichen Richtungen“ einpendelte, wurde Kiel zum Ziel.

120 Kilometer Windstille ...

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>Tatsächlich war auf den ersten 120 Kilometern kein Wind zu spüren, sodass alle Windräder unterwegs still standen. Dennoch kam das Team schnell voran: Um 7:00 Uhr in Wietzendorf war es fast noch zu früh für die erste Pause. Die Landbäckerei wird sich noch lange an den Ansturm hungriger Radler erinnern, die innerhalb kürzester Zeit den Laden plünderten. Passend zum Thema des diesjährigen Radmarathons (Bienenschutzprojekt „Hannover summt“) stand vor dem Bäcker eine Imker-Statue. Für die Mitnahme von Heide-Honig war jedoch kein Platz an den Rennrädern. Stattdessen ging die Fahrt mit anhaltend hoher Geschwindigkeit weiter und erreichte um 9:45 Uhr die Elbfähre Zollenspieker. Auf der Nordseite der Elbe war nach 125 Kilometern Zeit für die zweite Pause. Ein Bäcker mit Lebensmitteln und zwei Picknick-Tische in der Sonne – hier konnte man erst einmal verweilen. 

 ... 80 Kilometer Hügel und Nieselregen

Die nächste Etappe bis Wahlstedt hatte es dann in sich. Knapp 80 km durch die Hügel Holsteins und leichter Nieselregen machten die Pause bei Bäcker Michely zu einer willkommenen und angenehmen Abwechslung. Jetzt waren es nur noch 50 km bis Kiel. Dank unermüdlicher Führungsarbeit von Fabian nahm der Fahrtschnitt auf dem letzten Abschnitt nur unwesentlich ab. Auf ruhigen Nebenstraßen und nunmehr mit spürbarem Rückenwind wurden die letzten Kilometer zurückgelegt und bereits um 16:15 Uhr hatten wir den Kieler Hauptbahnhof erreicht. 

... und zum Schluss Trubel auf der Kieler Woche

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Der Trubel rund um die Kieler Woche war überwältigend. Vor dem Bahnhof war kaum Platz fürs Zielfoto, und aus allen Richtungen ertönte Musik. Dieser plötzliche Kontrast war für die Radler schwer zu verdauen und löste Fluchtimpulse aus. Schon kurz nach 17:00 Uhr saßen deshalb alle im Zug nach Hamburg, um dort ein ambulantes Abendessen einzunehmen. Die Weiterfahrt im überfüllten Metronom war dann weniger komfortabel. Immerhin gab es ausreichend Platz für alle Fahrräder – was während der Sommersaison nicht in allen Zügen selbstverständlich ist.

Ab Celle hieß es dann bereits Abschied nehmen: Lennart, Jörg und Klaus Engelhardt mussten noch 10 km nach Nienhagen radeln. In Burgwedel und Langenhagen stiegen weitere Radler aus. In Hannover schockierte „Warmduscher“ Bernd die verbliebene Gruppe schließlich mit der Ansage, er würde die restlichen 3 km mit der S-Bahn fahren. 269 km seien ihm heute genug. 

Windwärts spendet 538 Euro für „Hannover summt“

Insgesamt war auch dieser Radmarathon wieder eine gelungene Aktion. Namensgeber und Sponsor Windwärts spendet zwei Euro für jeden gefahrenen Kilometer und damit 538 Euro für den Bienenschutz-Verein „Hannover summt“. Zudem sicherte sich das Team „Windwärts!“ in Hannover souverän den Stadtradel-Spitzenplatz in der Kategorie „geradelte Kilometer pro Teilnehmer“. Schon jetzt freuen sich alle auf den nächsten Windwärts-Radmarathon, der am 15. oder 22. Juni 2019 stattfinden wird. Das Fahrtziel kennt ganz allein der Wind. 


Autorin Silvia Augustin

Silvia Augustin

In der Öffentlichkeit ein möglichst umfassendes Bild davon zu zeichnen, wer Windwärts ist und was Windwärts macht – das ist mein Anspruch an unsere Kommunikation. Als Pressesprecherin bin ich die richtige Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um Windwärts als Unternehmen und in Sachen Öffentlichkeitsarbeit bin ich die erste Adresse für Interessenten im Bereich Spenden, Sponsoring und Umweltbildung.

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