Zweiter Bauabschnitt des Solarparks Freden am Netz

02. Juli 2012 - 11:53 Uhr
    Photovoltaikmodule einer Freilandanlage

Windwärts Energie GmbH erweitert Anlage der Energie Freden auf 3 Megawatt Leistung

Die Bauzeit betrug keine zwei Monate: Die Windwärts Energie GmbH und die Energie Freden GmbH & Co. KG haben die Anfang Mai begonnene Erweiterung des Solarparks Freden in der gleichnamigen niedersächsischen Gemeinde im südlichen Landkreis Hildesheim vergangene Woche in Betrieb genommen. Durch die Errichtung einer weiteren Freiland-Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von 1,8 Megawatt peak steigt die installierte Leistung des Solarparks auf insgesamt 3 Megawatt peak. Nun werden in Freden jährlich durchschnittlich rund 2,7 Millionen Kilowattstunden umweltfreundlichen Sonnenstroms erzeugt. Das entspricht dem Jahresstrombedarf von etwa 800 Privathaushalten. Pro Jahr kann dadurch der Ausstoß von mehr als 2.500 Tonnen CO2 vermieden werden.

Durch die Erweiterung des Solarparks, für die auf einer Fläche von etwa 4 Hektar 7.536 Module des Herstellers Canadian Solar verbaut wurden, ist die Anlage in Freden nun die größte Freiland-Photovoltaikanlage im Landkreis Hildesheim.

Windwärts hat den Solarpark schlüsselfertig für die Energie Freden errichtet. Deren Gesellschafter sind neben vier Privatinvestoren um den Unternehmer und Projektinitiator Otto Ulrich auch die Stadtwerke Bad Salzdetfurth sowie die Überlandwerk Leinetal GmbH. Die erste Ausbaustufe des Solarparks ging im Dezember 2011 in Betrieb.

Ebenso wie die Planung und der Bau war auch die Inbetriebnahme des Solarparks ein Gemeinschaftswerk. In Freden waren es die Bauleitung und die technische Betriebsführung von Windwärts, die gemeinsam mit dem Netzbetreiber Überlandwerk Leinetal und dem Wechselrichterhersteller SMA Solar Technology aus Niestetal bei Kassel dafür gesorgt haben, dass nun Sonnenstrom aus dem Projekt ins Netz fließen kann. Wechselrichter sind notwendig, um den von der Anlage erzeugten Gleichstrom im Wechselstrom umzuwandeln, der dann in das Mittelspannungsnetz des Netzbetreibers eingespeist wird.

Aktuelle Studie: Weiterer Ausbau der Photovoltaik finanziell keine Belastung

Entgegen des in der Öffentlichkeit vielfach erweckten Eindrucks wird der weitere Ausbau der Photovoltaik in Deutschland günstig für die Stromverbraucher. Zu diesem Ergebnis kommt das renommierte Beratungsunternehmen Prognos in einem aktuellen Gutachten. In der Mitte Juni veröffentlichten Studie kommen die Forscher zu dem Ergebnis, dass eine Verdoppelung des Anteils der Solarenergie am deutschen Strom-Mix von 3,2 Prozent im Jahr 2011 auf knapp 7 Prozent im Jahr 2016 die Stromtarife in den nächsten vier Jahren um lediglich 2,5 Prozent ansteigen lassen würde. Insgesamt wird aber ein Ansteigen der Strompreise um 17,5 Prozent erwartet - der Schwarze Peter kann dafür aber nicht der Solarenergie zugeschoben werden.

Über Windwärts Energie

  • Gründung 1994 mit Sitz in Hannover
  • Geschäftsfelder: Entwicklung, Finanzierung und Betrieb von Windenergie- und Photovoltaikprojekten, Initiatorin von Kapitalanlagen im Bereich des nachhaltigen Investments
  • Realisierte Projekte: 139 Windenergie- und 34 Photovoltaikanlagen sowie eine Biogasanlage mit einer Gesamtleistung von 269 Megawatt und einem Gesamtinvestitionsvolumen von 400 Mio. Euro
  • 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Tochterunternehmen in Frankreich, Italien und Griechenland