Windwärts Energie nimmt Solarpark Reichersdorf in Betrieb

28. Juni 2012 - 14:02 Uhr
    Photovoltaikmodule einer Freilandanlage

Die Windwärts Energie GmbH hat den Solarpark Reichersdorf in der niederbayerischen Marktgemeinde Hengersberg im Landkreis Deggendorf erfolgreich in Betrieb genommen. Auf einer Fläche von 2,9 Hektar produzieren jetzt 5.376 Photovoltaikmodule des Herstellers Canadian Solar umweltfreundlichen Strom. Die installierte Leistung der Freilandanlage beträgt 1,3 Megawatt peak. Pro Jahr wird die Anlage durchschnittlich rund 1,3 Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugen. Das entspricht dem Jahresstrombedarf von mehr als 380 Privathaushalten.

Zwischen dem Beginn der Bauarbeiten Anfang Mai und der Inbetriebnahme vergingen keine zwei Monate. „Die schnelle Errichtung der Anlage war möglich, weil die Gemeinde und die mit dem Bau beauftragen Unternehmen mit uns als Projektentwickler Hand in Hand gearbeitet haben“, so Dagmar Krüger, Projektleiterin bei Windwärts. Auch die Inbetriebnahme des Solarparks war ein Gemeinschaftswerk. In Reichersdorf waren es die mit der Elektroinstallation im Solarpark beauftragte EPS GmbH aus Moos und die Bauleitung von Windwärts, die gemeinsam mit dem Netzbetreiber Eon Bayern AG und dem Wechselrichterhersteller KACO new energy aus dem baden-württembergischen Neckarsulm dafür gesorgt haben, dass nun Sonnenstrom aus dem Projekt ins Netz fließen kann. Wechselrichter sind notwendig, um den von der Anlage erzeugten Gleichstrom im Wechselstrom umzuwandeln, der dann in das Mittelspannungsnetz des Netzbetreibers eingespeist wird.

In Hengersberg selbst scheint man bereits seit langem geahnt zu haben, dass dort einmal Strom aus Sonnenlicht erzeugt wird. Schließlich zeigt das Ortswappen unter anderem Sonnenstrahlen, die aus einer Wolke hervorbrechen.

 

Aktuelle Studie: Weiterer Ausbau der Photovoltaik finanziell keine Belastung

Entgegen des in der Öffentlichkeit vielfach erweckten Eindrucks wird der weitere Ausbau der Photovoltaik in Deutschland günstig für die Stromverbraucher. Zu diesem Ergebnis kommt das renommierte Beratungsunternehmen Prognos in einem aktuellen Gutachten. In der Mitte Juni veröffentlichten Studie kommen die Forscher zu dem Ergebnis, dass eine Verdoppelung des Anteils der Solarenergie am deutschen Strom-Mix von 3,2 Prozent im Jahr 2011 auf knapp 7 Prozent im Jahr 2016 die Stromtarife in den nächsten vier Jahren um lediglich 2,5 Prozent ansteigen ließe. Insgesamt wird aber ein Ansteigen der Strompreise um 17,5 Prozent erwartet - der Schwarze Peter kann dafür aber nicht der Solarenergie zugeschoben werden.

Windwärts Energie GmbH

  • Gründung 1994 mit Sitz in Hannover
  • Geschäftsfelder: Entwicklung, Finanzierung und Betrieb von Windenergie- und Photovoltaikprojekten, Initiatorin von Kapitalanlagen im Bereich des nachhaltigen Investments
  • Realisierte Projekte: 139 Windenergie- und 34 Photovoltaikanlagen sowie eine Biogasanlage mit einer Gesamtleistung von 269 Megawatt und einem Gesamtinvestitionsvolumen von 400 Mio. Euro
  • 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Tochterunternehmen in Frankreich, Italien und Griechenland