Windwärts Energie GmbH nimmt Solarpark Appenweier in Betrieb

28. Dezember 2011 - 16:32 Uhr
    Photovoltaikmodule einer Freilandanlage

Strom für 400 Privathaushalte

Die Windwärts Energie GmbH hat den gemeinsam mit der Solar Sepp GbR realisierten Solarpark Appenweier am 28.12.2011 erfolgreich in Betrieb genommen. Auf der Fläche einer ehemaligen Bodenaushubdeponie im Ortenaukreis rund 70 Kilometer nördlich von Freiburg produzieren jetzt 4.608 Photovoltaikmodule des Herstellers Hanwha SolarOne umweltfreundlichen Sonnenstrom. Bei einer Nennleistung von 1,1 Megawatt peak wird die Freiflächen-Photovoltaikanlage pro Jahr durchschnittlich rund 1,2 Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugen und damit rechnerisch 400 Privathaushalte versorgen.

Partnerschaftliche Zusammenarbeit

„Die Solarpark Appenweier ist jetzt am Netz“, freut sich Amrei Kammesheidt, verantwortliche Projektmanagerin der Windwärts Energie GmbH. „Es ist ein besonderer Moment, wenn die ersten Kilowattstunden auf dem Zähler erscheinen. Ein großes Dankeschön an alle, die an der erfolgreichen Realsierung des Projektes mitgewirkt haben.“ Bürgermeister Manuel Tabor ergänzt: „Die Umsetzung des Projektes verlief reibungslos. Besonders glücklich sind wir über die sinnvolle Nachnutzung des ehemaligen Deponiegebietes.“

Hand in Hand zur erfolgreichen Inbetriebnahme

Bei der Inbetriebnahme des Solarparks Appenweier waren Vertreter des Netzbetreibers Süwag Netz GmbH, des Wechselrichterherstellers SMA Technology AG sowie der technischen Planung und Betriebsführung der Windwärts Energie GmbH anwesend. Bevor der erste Strom in das Versorgungsnetz fließen konnte, waren der Anschluss der Übergabestation sowie die Zuschaltung der Wechselrichter erforderlich. Die Wechselrichter wandeln den in der Photovoltaikanlage erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom, der dann in das Mittelspannungsnetz des Netzbetreibers eingespeist wird.

Umweltbundesamt: Rückgang der Strompreise durch erneuerbare Energien

Mit einem Anteil von über 20 Prozent am Brutto-Stromverbrauch sind die erneuerbaren Energien weiter auf dem Vormarsch. In einer Studie hat das Umweltbundesamt (UBA) jüngst analysiert, dass sich aktuelle Aufschläge bei den Strompreisen nicht mit der EEG-Umlage begründen lassen. Der Ausbau erneuerbarer Energien führt vielmehr zu einem Rückgang der Preise an den Strombörsen. Jochen Flasbarth, Präsident des UBA: „Wer bei der Förderung des Ausbaus der erneuerbaren Energien nur auf einzelwirtschaftliche Kosten schaut, blendet wesentliche Aspekte aus: Gesamtwirtschaftlich gesehen, verringern die erneuerbaren Energien Umwelt- und Gesundheitsschäden in Milliardenhöhe. Wegen der steigenden Preise fossiler Energien wird die Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien mittelfristig am Markt sogar günstiger sein.“

Windwärts Energie GmbH

  • Gründung 1994 mit Sitz in Hannover
  • Geschäftsfelder: Entwicklung, Finanzierung und Betrieb von Windenergie-, Photovoltaik- und Biogasprojekten, Initiatorin von Kapitalanlagen im Bereich des nachhaltigen Investments
  • Realisierte Projekte: 135 Windenergie- und 31 Photovoltaikanlagen sowie eine Biogasanlage mit einer Gesamtleistung von 257 Megawatt und einem Gesamtinvestitionsvolumen von 385 Mio. Euro
  • mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Tochterunternehmen in Frankreich, Italien und Griechenland