Windenergieprojekt Springe-Bennigsen

16. Mai 2006 - 16:07 Uhr
    Rotor einer Windenergieanlage

Voranfrage bei Region Hannover eingereicht

Die Windwärts Energie GmbH plant, zwischen Gestorf und Völksen fünf Windenergieanlagen des Typs Enercon E-82 mit einer Gesamthöhe von jeweils 149,3 Metern zu errichten. Die entsprechende Voranfrage gemäß Bundes-Immissionsschutzgesetz wurde in der vergangenen Woche bei der Region Hannover eingereicht. Mit einer prognostizierten Jahresstromproduktion von ca. 22 Millionen Kilowattstunden könnten die Anlagen den jährlichen Strombedarf von rund 7.000 Privathaushalten decken.

Grundlage für die Planung des Windenergieprojektes ist die Ausweisung der Fläche als Vorrangstandort zur Windenergiegewinnung ohne Höhenbegrenzung im Regionalen Raumordnungsprogramm. Der Flächennutzungsplan der Stadt Springe weist das Gebiet ebenfalls als Konzentrationsfläche für Windenergienutzung ohne Höhenbegrenzung aus. "Wir wissen, dass die Stadt Springe den Flächennutzungsplan ändern will, um die Errichtung von Anlagen mit einer Gesamthöhe von über 100 Metern auszuschließen", sagt Projektingenieur Henning Lahrmann von der Windwärts Energie GmbH. "Mit der im Erneuerbaren-Energien-Gesetz festgelegten jährlichen Degression der Einspeisevergütung fordert dagegen der Gesetzgeber, vorhandene Standorte mit jeweils modernsten Anlagenkonzepten bestmöglich zu nutzen. Am Standort Springe-Bennigsen ist mit den im Gesetz festgelegten Einspeisevergütungen nur dann ein wirtschaftlich sinnvoller Betrieb des Windparks möglich, wenn der Ertrag der Anlagen über die Anlagenhöhe optimiert wird."

Bisher wurden auf der betreffenden Konzentrationsfläche insgesamt sechs Windenergieanlagen errichtet. Eine dieser Anlagen hat bereits eine Gesamthöhe von 135 Metern. Drei der bestehenden Anlagen werden durch die Windwärts Energie GmbH betrieben. Diese haben bisher knapp 14,3 Millionen Kilowattstunden in das Stromnetz eingespeist.

Die Windwärts Energie GmbH entwickelt und realisiert seit ihrer Gründung im Jahr 1994 eigene Windenergie- und Photovoltaikprojekte und übernimmt Fremdprojekte in unterschiedlichen Planungsstadien. Bisher wurden 74 Windenergie- und 7 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 116 Megawatt in Betrieb genommen. Die Jahresstromproduktion dieser Anlagen beträgt über 230 Millionen Kilowattstunden. Dies entspricht dem jährlichen Strombedarf von rund 77.000 privaten Haushalten. Die meisten Anlagen wurden durch geschlossene Publikumsfonds finanziert, an denen sich mehr als 2.300 Investoren beteiligt haben. Bei einem Investitionsvolumen von 132 Millionen Euro stellen sie mit Kommanditeinlagen in Höhe von 39 Millionen Euro das Eigenkapital von 16 Betreibergesellschaften.