Schalltechnisches Gutachten zum Windpark Gehrden liegt vor

07. März 2007 - 15:32 Uhr
    Aufbau einer Windenergieanlage

Alle Grenzwerte werden eingehalten

Der Windwärts Energie GmbH liegt jetzt das schalltechnische Gutachten zum Windenergieprojekt Gehrden vor. Die Gutachter kommen zu dem Ergebnis, dass die rechtlich vorgeschriebenen Schallgrenzwerte deutlich unterschritten werden. Damit können die Anlagen weiterhin ohne Einschränkung betrieben werden. Das Gutachten wurde zur Überprüfung an die Region Hannover als zuständige Behörde weitergeleitet.

Die Region Hannover hatte die Windwärts Energie GmbH im Rahmen der Projektgenehmigung aufgefordert, die Windenergieanlagen im Betrieb nachzuvermessen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Anlagen die gesetzlich vorgegebenen Schallgrenzwerte im Betrieb nicht überschreiten. Die Gutachter haben im Verlauf der letzten Monate gemessen, welche Geräusche von den Anlagen ausgehen (Emissionsmessung) und welche Geräusche am Ortsrand von Leveste ankommen (Immissionsmessung). „Das Ergebnis freut uns natürlich sehr, obwohl wir damit gerechnet hatten“, so Roman Antczak, verantwortlicher Projektentwickler der Windwärts Energie GmbH. „Die gemessenen Emissionswerte entsprechen denen, die der Anlagenhersteller angegeben hat, und die Immissionsrichtwerte werden an allen Immissionsorten deutlich unterschritten.“

Im Windenergieprojekt Gehrden werden fünf Windenergieanlagen vom Typ Enercon E-70 E4 betrieben. Die Anlagen mit einer Nennleistung von jeweils 2 Megawatt haben seitdem knapp 21 Millionen Kilowattstunden Strom in das Versorgungsnetz eingespeist. Dies entspricht dem Jahresstromverbrauch von ca. 7.000 Privathaushalten. Durch den Betrieb der Anlagen konnten bisher 18.900 Tonnen Kohlendioxid und weitere Schadstoffe wie Schwefeldioxid, Stickoxide und Staub aus anderen Kraftwerken vermieden werden.

Die Windwärts Energie GmbH entwickelt und realisiert seit ihrer Gründung im Jahr 1994 eigene Windenergie-, Photovoltaik- sowie Biogasprojekte und übernimmt Fremdprojekte in unterschiedlichen Planungsstadien. Bisher wurden 81 Windenergie- und 7 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 122 Megawatt in Betrieb genommen. Die Jahresstromproduktion dieser Anlagen beträgt über 240 Millionen Kilowattstunden. Dies entspricht dem jährlichen Strombedarf von rund 80.000 privaten Haushalten. Die meisten Anlagen wurden durch geschlossene Publikumsfonds finanziert, an denen sich mehr als 2.300 Investoren beteiligt haben. Bei einem Investitionsvolumen von 132 Millionen Euro stellen sie mit Kommanditeinlagen in Höhe von 39 Millionen Euro das Eigenkapital von 16 Betreibergesellschaften.