Mit dem Wind nach Hessen

20. Juli 2012 - 12:18 Uhr
    Windenergieanlage des Typs Enercon E-82

Windwärts Energie GmbH unterzeichnet Verträge für die Errichtung von acht Windenergieanlagen in der hessischen Gemeinde Weilmünster

Die Windwärts Energie GmbH aus Hannover erweitert ihren Aktionsradius. Mit der Unterzeichnung der Verträge über die Errichtung von Windenergieanlagen in Weilmünster (Landkreis Limburg-Weilburg) mit der Gemeinde und dem Landesbetrieb Hessen-Forst im Juni 2012 betritt das Unternehmen Neuland. Der Windpark mit insgesamt acht geplanten Anlagen der 3 Megawatt-Klasse ist nicht nur das erste Projekt von Windwärts in Hessen, sondern auch in einem Waldgebiet, das in die Realisierungsphase geht. Die Windenergieanlagen, die bis zu 200 Meter hoch sein sollen, werden voraussichtlich ab Ende 2014 jährlich rund 55 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen und damit den Strombedarf von 16.000 Privathaushalten decken. Damit erschließt sich das Unternehmen, das bereits seit 1994 in der Planung und Errichtung von Wind- und Photovoltaikprojekten tätig ist, ein neues, zukunftsträchtiges Geschäftsfeld, das vor allem im südlichen Deutschland von großer Bedeutung ist. „Hessen verfügt über ein großes Potenzial für die Windenergie, und wir möchten dazu beitragen, dass es im Sinne der Umwelt und der Menschen genutzt wird“, sagt Roman Antczak, Leiter Projektentwicklung Windenergie bei Windwärts. Der geplante Windpark passt dabei in die Strategie der hessischen Landesregierung: In ihrem zu Jahresanfang vorgestellten Maßnahmenkonzept zur Umsetzung der Ziele des Energiegipfels hat diese unter anderem den Ausbau der Windkraft im Wald durch Bereitstellung geeigneter landeseigener Waldgrundstücke als Ziel definiert.

Bürgerbeteiligung als wesentliches Ziel

Das Konzept für den Windpark sieht eine umfassende Beteiligung der Gemeinde und der Bürgerinnen und Bürger vor Ort vor. So ist angedacht, einen Teil der Anlagen über ein Anteilseigner-Modell als Bürgerwindpark zu realisieren. Die Anwohner hätten dann die Möglichkeit, in das Projekt zu investieren und so an den Gewinnen unmittelbar teilzuhaben. Ziel ist es, den größtmöglichen Teil der Wertschöpfung in der Region zu belassen. „Für uns war es bei der Auswahl des Partners sehr wichtig, wie die Bürger in die Planung und den Betrieb der Anlagen einbezogen werden“, so Manfred Heep, Bürgermeister von Weilmünster. „Die angedachte Lösung hilft sicherlich auch dabei, die Akzeptanz für die Windenergie vor Ort zu erhöhen.“ So kann der Wald für Weilmünster wieder werden, was er Jahrhunderte lang war: eine Quelle für Energie und Lebensunterhalt der Menschen in seiner Umgebung.

Über Windwärts Energie

  • Gründung 1994 mit Sitz in Hannover
  • Geschäftsfelder: Entwicklung, Finanzierung und Betrieb von Windenergie- und Photovoltaikprojekten, Initiatorin von Kapitalanlagen im Bereich des nachhaltigen Investments
  • Realisierte Projekte: 139 Windenergie- und 34 Photovoltaikanlagen sowie eine Biogasanlage mit einer Gesamtleistung von 269 Megawatt und einem Gesamtinvestitionsvolumen von 400 Mio. Euro
  • 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Tochterunternehmen in Frankreich, Italien und Griechenland