Kampagnenauftakt „Region Hannover Erneuerbar“

04. September 2009 - 14:33 Uhr
    Teilnehmer der Kampagne „Region Hannover Erneuerbar“

Politiker übergeben Logo auf erster Veranstaltung

„Region Hannover Erneuerbar“ startete gestern Abend im Rahmen der Podiumsdiskussion „Wie ‚Öko’ wird unser Strom? - Parteien bekennen Farbe vor der Bundestagswahl“ im Werkhof. Initiatoren sind die in Hannover ansässigen Unternehmen AS Solar GmbH, Dr. Gehrig Management- und Technologieberatung sowie die Windwärts Energie GmbH. Bundestagskandidaten verschiedener Parteien fügten fünf erneuerbare Energien symbolisch als Puzzleteile zur Region Hannover zusammen: Solar-, Windenergie, Biomasse, Wasser und Biogas.

Die Bundestagskandidaten Dr. Maria Flachsbarth (CDU), Matthias Miersch (SPD), Patrick Döring (FDP) und Hans-Kurt Hill (Die Linke) sowie Enno Hagenah (Bündnis 90/Die Grünen) Mitglied des Landtages, fügten die Puzzleteile der erneuerbaren Energien zusammen. Damit bringen alle fünf Parteien zum ihre Unterstützung der erneuerbaren Energien und der Kampagne zum Ausdruck. In ihrer Gesamtheit bilden die Puzzleteile die Region Hannover und zugleich das Logo der Kampagne. Es symbolisiert die Idee einer vielfältigen, dezentralen Energieversorgung aus der Region für die Region Hannover. Ziel der Kampagne ist, den Bürgerinnen und Bürgern in der Region Hannover bewusst zu machen, dass die künftige Regierung wichtige Weichen für eine nachhaltige Energieversorgung stellen wird. Im ersten Jahr der neuen Legislaturperiode zeigt die Initiative zahlreiche Projekte, die beispielhaft Nutzung und Potenziale der erneuerbarer Energien in der Region Hannover darstellen.

Mittlerweile beträgt der Anteil an der Stromerzeugung in Deutschland mehr als 15 Prozent. Die Bundesregierung nennt einen Anteil von 30 Prozent im Jahr 2020 als politisches Ziel. „Damit kommen wir in Größenordnungen, bei denen erneuerbare Energien den größten Einzelbeitrag der Stromproduktion leisten und zum systembestimmenden Faktor werden“, sagte Sarah Gehrig, Geschäftsführerin der Dr. Gehrig Management- und Technologieberatung.

Der Zubau von Kraftwerken ist wegen der langen Laufzeiten und der großen Investitionsvolumina in hohem Maße entscheidend für die künftigen Strukturen und Anteile bei der Stromproduktion. Den energiepolitischen Entscheidungen der nächsten Bundesregierung kommt daher eine wichtige Bedeutung zu. „Ein strategischer Fehler wäre der Neubau von Kohlekraftwerken in größerem Stil, weil diese Kapazitäten zu einem extremen Konflikt zwischen erneuerbaren Energien und der Kohlewirtschaft führen würden“, sagte Lothar Schulze, Geschäftsführer der Windwärts Energie GmbH.

„Unsere Vision ist, dass eine nachhaltige Energieversorgung der Zukunft durch das Zusammenspiel von fluktuierenden Energiequellen mit speicher- und steuerbaren Energiequellen funktioniert. Biomasse und Wasserkraft können saisonale Schwankungen bei Wind- und Solarenergie ausgleichen. Die Erhöhung der Energieeffizienz, ein internationaler Energieaustausch und verschiedene Zwischenspeicher sorgen in Verbindung mit einem intelligenten Verbrauchsmanagement jederzeit für Versorgungssicherheit“, sagte Gerd Pommerien, Geschäftsführer von der AS Solar GmbH.

Die nächsten Veranstaltungen im Rahmen der Kampagne:

19.9. Symbolische Übergabe des Puzzleteils für Solarenergie anlässlich des ökumenischen Schöpfungstages
11.00 - 16.30 Uhr, Marktkirche Hannover.
Im Rahmen der Veranstaltung „Gottes Energie bewegt – Schöpfungszeit“ wird das Puzzleteil „Sonnenenergie“ symbolisch in die Region Hannover eingefügt.
AS Solar präsentiert die größte Solaranlage Hannovers.

19.9. Symbolische Übergabe des Puzzleteils für Windenergie im Rahmen des Windfestes der Region Hannover
14.00 – 20.00 Uhr, Windpark Schliekum bei Pattensen.
Im Rahmen des Windfestes der Region Hannover wird das Puzzleteil „Windenergie“ symbolisch in das Puzzle eingefügt.

Zur Windwärts Energie GmbH:

  • Gründung 1994 mit Sitz in Hannover
  • 66 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, eine Auszubildende
  • Tochterunternehmen in Frankreich, Griechenland und Italien
  • Geschäftsfelder: Entwicklung, Finanzierung und Betrieb von Windenergie-, Photovoltaik- und Biogasprojekten, Initiatorin von Kapitalanlagen im Bereich des nachhaltigen Investments
  • Realisierte Projekte: 114 Windenergie- und 19 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 190 Megawatt