Im Schatten des Windes

21. Juni 2005 - 15:10 Uhr
    Rotorblatt einer Windenergieanlage

Fünf Jahre Windenergie und Kunst am Standort Barsinghausen-Bantorf

Mit einem Empfang an der Windenergieanlage Barsinghausen-Bantorf feiert die Windwärts Energie GmbH heute das fünfjährige Bestehen des Kunstwerkes "Im Schatten des Windes". Anlässlich der EXPO 2000 in Hannover hatte das Unternehmen an verschiedenen Standorten in der Region Hannover Windenergieanlagen in Verbindung mit insgesamt drei Kunstwerken errichtet. Die Herstellung der Kunstwerke war ebenso wie ihre Instandhaltung für einen Zeitraum von fünf Jahren von den jeweiligen Herstellerfirmen gesponsert worden.

Anfang des Jahres hat die Windwärts Energie GmbH die laufenden Kosten für die Kunstwerke übernommen. Nach dem Ende des vertraglich vereinbarten Sponsorings für die drei Kunstwerke an den Standorten Barsinghausen-Bantorf, Sehnde-Müllingen und Garbsen-Schloß Ricklingen durch die Hersteller war es bis zu diesem Zeitpunkt offen gewesen, ob die Kunstwerke abgebaut werden oder eine neue Lösung für ihre Pflege gefunden wird. Die Übernahme der Unterhaltungskosten ist für die Windwärts Energie GmbH ein weiterer Anlass für den heutigen kleinen Empfang "Im Schatten des Windes" in Bantorf.

Der Entwurf des Künstlers Allan Wexler bildet den Schatten der Windenergieanlage zum Jahreshöchststand der Sonne in Form eines 80 Meter langen Tisches nach. Allan Wexler hatte sich von dem über die Landschaft wandernden Schatten der Windenergieanlagen inspirieren lassen. "Diese Schatten sind zweidimensionale Abbilder der wunderschönen dreidimensionalen Form des Windrades", hatte er seinen künstlerischen Entwurf erläutert. "Mein Kunstwerk friert einen dieser Schatten dauerhaft ein." Ob der Schattenriss der Windenergieanlagen zum Höchststand der Sonne am 21. Juni um 13.23 Uhr tatsächlich wie von ihm geplant mit diesem zu Stein gewordenen Schatten übereinstimmt, werden die Windwärts-Mitarbeiter und ihre Gäste heute hoffentlich endlich überprüfen können. Zur Einweihungsfeier von Windenergieanlage und Kunstwerk am 21.6.2000 hatte sich ausgerechnet zum spannendsten Zeitpunkt die einzige Wolke des sonst klaren Tages vor die Sonne geschoben.

Seit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 2000 hat die Windenergieanlage mit einer Nennleistung von 1,5 Megawatt und einer Gesamthöhe von 135 Metern rund 15 Millionen Kilowattstunden Strom in das öffentliche Netz eingespeist. Damit wurde die Emission von etwa 13.500 Tonnen des klimawirksamen Gases Kohlendioxid sowie anderer Schadstoffe vermieden. Insgesamt erzeugen die fünf Anlagen des Projektes "Windenergie und Kunst zur Weltausstellung" mit jeweils 1,5 Megawatt Nennleistung durchschnittlich 12,5 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr. Dies entspricht etwa dem Jahresstromverbrauch der Hälfte aller privaten Haushalte in der Stadt Barsinghausen.

Initiatorin des Projektes war die 1994 gegründete Windwärts Energie GmbH. Das Unternehmen realisiert eigene Windenergie- und Photovoltaikprojekte und übernimmt darüber hinaus Fremdprojekte in unterschiedlichen Planungsstadien. Bisher hat die Projektentwicklungsgesellschaft aus Hannover 65 Windenergie- und 7 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleitung von 98 Megawatt in Betrieb genommen. Seit mehreren Jahren ist die Windwärts Energie GmbH auch im europäischen und außereuropäischen Ausland aktiv.