Erweiterung des Windparks Gehrden

18. Mai 2006 - 16:13 Uhr
    Rotor einer Windenergieanlage

Windwärts plant drei neue Anlagen

Die Windwärts Energie GmbH plant, den bestehenden Windpark Gehrden um drei Windenergieanlagen zu erweitern. Die geplanten Windenergieanlagen entsprechen in Größe und Typ den bereits vorhandenen fünf Anlagen. Damit bleibt das einheitliche Erscheinungsbild des Windparks erhalten.

Grundlage für eine Erweiterung des bestehenden Windparks ist der Flächennutzungsplan, der am Standort eine Konzentrationszone für raumbedeutsame Windenergieanlagen ausweist. Unter Berücksichtigung einzuhaltender Mindestabstände zwischen den Windenergieanlagen ist innerhalb dieser Zone ein Zubau von weiteren drei Anlagen möglich. "Wir möchten dieses Potenzial zur Erzeugung umweltfreundlichen Stroms nutzen", sagt Projektentwickler Roman Antczak von der Windwärts Energie GmbH. "Der Standort ist für die Windenergienutzung sehr gut geeignet – das zeigen uns die Erfahrungen mit den bereits bestehenden Anlagen."

Die neuen Windenergieanlagen sollen so positioniert werden, dass sie zusammen mit den bereits bestehenden Anlagen eine geschlossene Einheit bilden. Zwei Anlagen sind nördlich der Kreisstraße K 240 zwischen Leveste und Eckerde vorgesehen und erweitern den Park damit nach Norden. Eine weitere Anlage soll südlich der Kreisstraße in die Reihe der bestehenden westlichen Anlagen eingefügt werden. Die Abstände des Windparks zu den Ortschaften Eckerde und Leveste bleiben erhalten.

Im Windpark Gehrden wurden im November letzten Jahres fünf Windenergieanlagen des Typs Enercon E-70 E4 in Betrieb genommen. Die Anlagen mit einer Nennleistung von jeweils 2 Megawatt haben seitdem knapp 6,3 Millionen Kilowattstunden Strom in das Versorgungsnetz eingespeist. Dadurch konnte die Emission von knapp 5.700 Tonnen Kohlendioxid aus anderen Kraftwerken vermieden werden.

Die Windwärts Energie GmbH entwickelt und realisiert seit ihrer Gründung im Jahr 1994 eigene Windenergie- und Photovoltaikprojekte und übernimmt Fremdprojekte in unterschiedlichen Planungsstadien. Bisher wurden 74 Windenergie- und 7 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 116 Megawatt in Betrieb genommen. Die Jahresstromproduktion dieser Anlagen beträgt über 230 Millionen Kilowattstunden. Dies entspricht dem jährlichen Strombedarf von rund 77.000 privaten Haushalten. Die meisten Anlagen wurden durch geschlossene Publikumsfonds finanziert, an denen sich mehr als 2.300 Investoren beteiligt haben. Bei einem Investitionsvolumen von 132 Millionen Euro stellen sie mit Kommanditeinlagen in Höhe von 39 Millionen Euro das Eigenkapital von 16 Betreibergesellschaften.