Bauantrag eingereicht

04. August 2006 - 16:27 Uhr
    Rotor einer Windenergieanlage

Windpark Gehrden soll erweitert werden

Die Windwärts Energie GmbH hat am vergangenen Mittwoch den Bauantrag für die Erweiterung des Windparks Gehrden bei der Region Hannover eingereicht. Es sind drei weitere Windenergieanlagen vom Typ Enercon E-70 E4 vorgesehen, die in Größe und Typ den bereits vorhandenen fünf Anlagen entsprechen. Das einheitliche Erscheinungsbild des Windparks bleibt damit erhalten.

Die Region Hannover als genehmigende Behörde wird innerhalb von vier Wochen nach der Einreichung des Bauantrags die Unterlagen auf Vollständigkeit prüfen. "Anschließend hat die Region drei Monate Zeit, eine Entscheidung über die Genehmigung herbeizuführen", erläutert Projektingenieur Roman Anczak von der Windwärts Energie GmbH. Auch die Stadt Gehrden und verschiedene Träger öffentlicher Belange werden in das Genehmigungsverfahren einbezogen.

"Mit dem Bau der drei weiteren Windenergieanlagen wäre die Kapazität der ausgewiesenen Vorrangfläche für die Windenergienutzung voll ausgeschöpft", ergänzt Anczak. Zwei der Windenergieanlagen sollen zwischen der Kreisstraße 240 und der Bundesstraße 65 nördlich und westlich der bestehenden Anlage errichtet werden. Die dritte Anlage ist auf dem südlichen Teil der Vorrangfläche geplant und soll zwischen die beiden westlichen Anlagen nördlich des Levester Bachs eingefügt werden. Die Verträge mit den Grundstückeigentümern und den zustimmungspflichtigen Nachbarn liegen vor. Auch das Konzept für die Ausgleichsmaßnahmen wurde bereits mit der Stadt Gehrden und den Grundstückseigentümern abgestimmt.

Im Windpark Gehrden hatte die Windwärts Energie GmbH im November vergangenen Jahres fünf Windenergieanlagen des Typs Enercon E-70 E4 mit einer Nabenhöhe von 64 Metern in Betrieb genommen. Die Anlagen mit einer Nennleistung von jeweils 2 Megawatt haben seitdem knapp 8,2 Millionen Kilowattstunden Strom in das Versorgungsnetz eingespeist. Dies entspricht dem Jahresstromverbrauch von rund 2.700 privaten Haushalten. Durch den Betrieb der Windenergieanlagen konnten bisher knapp 7.400 Tonnen Kohlendioxid und weitere Schadstoffe wie Schwefeldioxid, Stickoxide und Staub aus anderen Kraftwerken vermieden werden. An der Betreibergesellschaft, der Windwärts Volandis GmbH & Co. Projekt Gehrden KG, sind 247 Personen mit Kommanditeinlagen ab 3.000 Euro beteiligt.

Die Windwärts Energie GmbH mit Sitz in Hannover entwickelt, betreibt und übernimmt Projekte mit erneuerbaren Energien im In- und Ausland und bietet Beteiligungen im Bereich des ökologischen Investments an. Bisher wurden 74 Windenergie- und 8 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 116 Megawatt in Betrieb genommen. Die Jahresstromproduktion dieser Anlagen beträgt über 230 Millionen Kilowattstunden. Dies entspricht dem jährlichen Strombedarf von rund 77.000 privaten Haushalten. Die meisten Anlagen wurden durch geschlossene Publikumsfonds finanziert, an denen sich mehr als 2.300 Investoren beteiligt haben. Bei einem Investitionsvolumen von 132 Millionen Euro stellen sie mit Kommanditeinlagen in Höhe von 39 Millionen Euro das Eigenkapital von 16 Betreibergesellschaften.