Anlagenaufbau im Windenergieprojekt Großenwede

27. Mai 2011 - 12:01 Uhr
    Aufbau einer Windenergieanlage

Schwertransporter liefern Turmsegmente

Die Windwärts Energie GmbH hat am Projektstandort Großenwede in Niedersachsen mit der Errichtung von acht Windenergieanlagen des Typs Enercon E82 begonnen. Am Mittwochmorgen lieferten Schwertransporter die ersten Turmsegmente auf die Baustelle. Der Aufbau der bis zu 150 Meter hohen Anlagen wird sich über einen Zeitraum von rund drei Monaten erstrecken. Die Inbetriebnahme aller Anlagen ist bis Ende September geplant. Mit einer Nennleistung von insgesamt über 18 Megawatt erzeugen die Anlagen rund 40 Millionen Kilowattstunden umweltfreundlichen Strom pro Jahr.

Energieerzeugung mit Gewicht

„Die Errichtung der Anlagen verläuft aus organisatorischen Gründen zeitversetzt“, erklärt Dennis Zeitz, verantwortlicher Projektentwickler der Windwärts Energie GmbH. „Daher erfolgen auch die Inbetriebnahmen zu unterschiedlichen Zeitpunkten von August bis September.“ Derzeit werden die ersten Turmsegmente an die Anlagenstandorte geliefert. Bei einer Höhe von 108 Metern besteht ein Turm aus 23 Segmenten, die insgesamt ein Gewicht von rund 1.000 Tonnen auf die Waage bringen. Im Anschluss an die Turmerrichtung und die erforderliche Verfestigung der Betonfertigteilsegmente erfolgen die Montage der Gondel und des Rotors. Nach Netzanbindung und Inbetriebnahme wird der produzierte Windstrom über das Umspannwerk Schneverdingen in das Versorgungsnetz der EWE AG eingespeist. So versorgen die acht Windenergieanlagen pro Jahr rechnerisch circa 13.300 Privathaushalte mit Strom.

Umweltbundesamt: Rückgang der Strompreise durch erneuerbare Energien

Mit einem Anteil von über 17 Prozent am Brutto-Stromverbrauch sind die erneuerbaren Energien weiter auf dem Vormarsch. In einer Studie hat das Umweltbundesamt (UBA) jüngst analysiert, dass sich aktuelle Aufschläge bei den Strompreisen nicht mit der EEG-Umlage begründen lassen. Der Ausbau erneuerbarer Energien führt vielmehr zu einem Rückgang der Preise an den Strombörsen. Jochen Flasbarth, Präsident des UBA: „Wer bei der Förderung des Ausbaus der erneuerbaren Energien nur auf einzelwirtschaftliche Kosten schaut, blendet wesentliche Aspekte aus: Gesamtwirtschaftlich gesehen, verringern die erneuerbaren Energien Umwelt- und Gesundheitsschäden in Milliardenhöhe. Wegen der steigenden Preise fossiler Energien wird die Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien mittelfristig am Markt sogar günstiger sein.“

Weitere Informationen zu diesem Thema unter: www.umweltbundesamt.de

Windwärts Energie GmbH

  • Gründung 1994 mit Sitz in Hannover
  • Über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im In- und Ausland
  • Tochterunternehmen in Frankreich, Italien und Griechenland
  • Geschäftsfelder: Entwicklung, Finanzierung und Betrieb von Windenergie-, Photovoltaik- und Biogasprojekten, Initiatorin von Kapitalanlagen im Bereich des nachhaltigen Investments
  • Realisierte Projekte: 127 Windenergie- und 28 Photovoltaikanlagen sowie eine Biogasanlage mit einer Gesamtleistung von 233 Megawatt und einem Gesamtinvestitionsvolumen von 340 Mio. Euro