Beteiligungsmöglichkeiten

Windenergie nützt allen

Als dezentrale Form der Stromerzeugung bietet die Windenergie viele Möglichkeiten für eine Stärkung der wirtschaftlichen Lage vor Ort. Gleichzeitig kann es vor Ort zu Konflikten um Windenergieprojekte kommen. Unser Anliegen ist es, im Interesse unserer Partner einen konkreten Nutzen für möglichst viele Menschen zu bieten und diesen auch zu kommunizieren.

Daher umfasst Projektentwicklung für uns auch:

  • auf die konkrete Situation am Standort zugeschnittene Modelle für eine finanzielle Beteiligung
  • Mitsprache der Anwohner bei der Planung von Ausgleichsmaßnahmen
  • umfassende und transparente Kommunikation und Dialog mit den Menschen vor Ort

Beteiligung

Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an einem Windenergieprojekt kann in ganz unterschiedlichen Formen ermöglicht werden. Neben finanzieller Beteiligung kann das auch die Beteiligung an der planerischen Umsetzung eines Windparks bedeuten. Welche Form die Beteiligung konkret annimmt, kann nur für jedes Projekt individuell entschieden werden. Denn überall sind die Bedingungen anders und Akteure haben unterschiedliche Interessen. Es gibt aber ein Portfolio an Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen:


Finanzielle Beteiligung

Ein Windenergieprojekt bedeutet in jedem Fall eine gesteigerte Wertschöpfung für Gemeinden und Regionen. Regionale Handwerksbetriebe, Bau-, Transport- und andere Unternehmen können Aufträge bekommen, Grundstückseigentümer und gegebenenfalls Gemeinden erhalten Pachteinnahmen. Dadurch wächst die kommunale und regionale Kaufkraft. In der zweiten Hälfte der Projektlaufzeit fließt dann auch Gewerbesteuer, von der die Standortgemeinde mindestens 70 Prozent erhält. Darüber hinaus sind Beteiligungsformen denkbar, durch die sich viele Menschen in der Region finanziell am Projekt beteiligen können:

  • Anwohner können sich in einer Energiegenossenschaft organisieren und gemeinsam eine oder mehrere von Windwärts projektierte und errichtete Windenergieanlagen betreiben. Auf den Internetseiten des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbands DGRV bietet der Verband Öffnet den Link in einem neuen Fensterumfassende Informationen zu Energiegenossenschaften.
  • Ein von einer Volksbank oder Sparkasse aufgelegter Energiesparbrief bietet die Möglichkeit, sich ohne unternehmerisches Risiko und bereits mit kleineren Beträgen am wirtschaftlichen Erfolg eines Windparks zu beteiligen.
  • Eine aus den Erträgen eines Windparks finanzierte Bürgerstiftung kann Projekte vor Ort umsetzen und so das lokale Umfeld und die Attraktivität als Wohn- und Arbeitsort stärken.

Beteiligung an der Planung und Realisierung des Windparks

Die eigentliche Planung des Windparks folgt technischen und wirtschaftlichen Vorgaben, um den größtmöglichen Ertrag zu gewährleisten, ohne Mensch und Umwelt über Gebühr zu belasten. Eine umfassende Bürgerbeteiligung am grundlegenden Ob und Wie eines Windparks ist daher weder vom Gesetzgeber vorgesehen noch zielführend. Das bedeutet aber nicht, dass es überhaupt keine Möglichkeit gibt, die Anwohner an der Planung zu beteiligen.

  • Für Bauarbeiten im Zusammenhang mit der Errichtung von Windenergieanlagen, wie z.B. Bau und Ausbau von Zufahrtswegen oder Kabeltrassen, müssen wir als Projektentwickler Ausgleichsmaßnahmen durchführen. Das können klassische Naturschutzmaßnahmen wie die Schaffung von Biotopen für Brutvögel, die Wiedervernässung von Moorbereichen, die Aufforstung und Aufwertung von Waldrändern oder wegbegleitende Blühstreifen ebenso sein wie die Anlage von Streuobstwiesen oder die Anlage eines regionstypischen Dorfplatzes. Da wir bei der Auswahl der Maßnahmen einen großen Spielraum haben und es immerhin um sechsstellige Summen geht, die dort investiert werden, bieten die Ausgleichsmaßnahmen eine gute Möglichkeit, über Veranstaltungsformen wie eine Bürgerwerkstatt herauszufinden, was vor Ort tatsächlich sinnvoll ist und gebraucht wird.

Information und Austausch

Eine umfassende Kommunikation kann Verständnis für ein Projekt schaffen und so die Realisierung erleichtern und beschleunigen. Wir haben eine ganze Reihe von Kommunikationsinstrumenten entwickelt, die wir je nach Ausgangslage für die Projekte anwenden können. Dazu zählen u.a.:

  • kontinuierliche Pressearbeit
  • Informationsveranstaltungen
  • Postwurfsendungen
  • Öffnet den Link in einem neuen FensterProjekt-Webseiten
  • dialogorientierte Veranstaltungen wie Runde Tische, zu denen auch Gegner des Projekts eingeladen werden
  • Bürgerwerkstätten oder ähnliche Veranstaltungsformate, etwa zur Gestaltung der Ausgleichsmaßnahmen

Wenn Sie Fragen zu unseren Beteiligungsmöglichkeiten haben, nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf. Nutzen Sie dazu das untenstehende Formular, rufen Sie uns an oder schicken Sie uns eine E-Mail. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.

Ihr Ansprechpartner

Dr. Stefan Dietrich - Projektpressesprecher

Dr. Stefan Dietrich
Pressesprecher/Projektkommunikation
+49 511 123 573 236
Öffnet ein neues Fenster zum Versenden einer Emailstefan.dietrich(at)windwaerts.de


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