Besondere Projekte

Manche Projekte können mehr als nur Strom erzeugen

Wir fühlen uns nicht nur für unternehmerischen Erfolg verantwortlich. Deshalb verfolgen wir auch Projekte, bei denen es um mehr geht.


Der WindInnovationspark Sehnde/Hannover: Die Zukunft der Windenergie 

Ein Projekt von großer Bedeutung nicht nur für Windwärts, sondern für die Entwicklung der gesamten Branche ist die geplante Errichtung eines WindInnovationspark Sehnde/Hannover (WISH) auf dem Gebiet der Stadt Sehnde, wenige Kilometer von Hannover entfernt. Durch dieses Testfeld soll den Herstellern die Möglichkeit gegeben werden, Prototypen, neue Turmkonzepte oder Anlagenteile unter realen Bedingungen zu testen. Eine Besonderheit von WISH besteht darin, dass es sich hier um einen Binnenlandstandort handelt, an dem der Wind nicht ganz so stark weht wie etwa an der Küste. Da in Zukunft mehr und mehr Schwachwindstandorte erschlossen werden müssen, um die angestrebten Quoten für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu erreichen, ist ein solcher Teststandort für die Anlagenhersteller von besonderer Bedeutung.

Gegenwärtig konzentrieren wir und unsere Partner aus der Arbeitsgemeinschaft – die Geo-Net Umweltconsulting GmbH aus Hannover und die Hamburger Unternehmensberatung imc Investor & Management Consult GmbH & Co. KG – uns auf die entsprechenden Genehmigungsverfahren. Darüber hinaus bereiten wir uns darauf vor, WISH zum überregional ausstrahlenden Schaufenster für die Windenergienutzung an Land und deren Zukunftsaussichten zu machen.


Wind- und Sonnenstrom für das Sommercamp Otterndorf 

Anzeige der produzierten Stromleistung in Otterndorf

Das Otterndorfer Sommercamp „Hinrich-Wilhelm-Kopf“ der Stadt Hannover ist eine der ältesten freizeitpädagogischen Einrichtungen Deutschlands. Jahr für Jahr verbringen rund 8.000 Kinder und Jugendliche an der Nordsee bei Cuxhaven erlebnisreiche Ferientage. Zu den Leitlinien der pädagogischen Arbeit des Sommerlagers gehört ein schonender Umgang mit Natur und Umwelt.

Einer der Arbeitsschwerpunkte ist die Modernisierung des Camps unter ökologischen Gesichtspunkten. Hierzu gehört die Deckung des Energiebedarfs aus erneuerbaren Energiequellen. Seit Oktober 2002 speist eine Windenergieanlage vom Typ Enercon E-40 in das öffentliche Netz ein. Zudem sorgt seit dem Sommer 2006 eine Photovoltaikanlage vom Typ Kaco-Sogro mit insgesamt 21 kWpeak für die Erzeugung umweltfreundlichen Stroms. Betreiber der Anlagen ist die Sommerlager Otterndorf Energie GmbH. Als Mitgesellschafter war Windwärts verantwortlich für die Planung, Finanzierung und Bauleitung des Projekts.  

Nicht nur im Hinblick auf den erlebnispädagogischen Ansatz im Sommercamp, sondern auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sind die Anlagen wichtige Bausteine: Aufgrund des besonderen Finanzierungskonzeptes können die durch den Stromverkauf erzielten Überschüsse für die weitere Finanzierung von Projekten zum ökologischen Umbau des Camps verwendet werden.

Weitere Informationen unter: Öffnet den Link in einem neuen Fensterhttp://www.sommerlager-otterndorf.de


Kunst und Windenergie zur Weltausstellung 

Ein bunt leuchtender Turm, weithin sichtbare Botschaften am Maschinenhaus und ein riesiger Schattentisch am Fuß einer Anlage. Drei zur Expo 2000 in der Region Hannover errichtete Windenergieanlagen zeigen drei ganz verschiedene künstlerische Ideen, die Herausforderungen von Themenstellung und Dimension der Anlagen wirkungsvoll Gestalt zu geben. Die Anlage mit dreißig farbigen Leuchtfeldern steht an der A7 bei Sehnde-Müllingen. Der Schatten der zweiten Windenergieanlage bei Barsinghausen-Bantorf deckt sich an einem Tag des Jahres mit einer tischähnlichen Skulptur. Die dritte Anlage bei Garbsen Schloß Ricklingen an der A2 lud mit dem Kunstwerk Skytalk auf großen Displays in luftiger Höhe zur Kommunikation via Internet ein. Es wurde mittlerweile abgebaut und ist noch im Internet unter www.skytalk.org zu finden.


Der Wettbewerb

Im Frühjahr 1998 initiierte Windwärts einen Kunstwettbewerb mit dreizehn Künstlern aus dem In- und Ausland. Die Aufgabe bestand in der Entwicklung eines Kunstwerkes in Verbindung mit großen Windenergieanlagen, die anlässlich der EXPO 2000 die Eingangstore zur Klimaschutzregion Hannover bilden sollten. Der Gestaltungsrahmen umfasste alle Bauteile einer Anlage und je nach Projektstandort die Einbeziehung des Geländes. Die Funktion der Windenergieanlage durfte nicht beeinträchtigt werden.

Die Durchführung des Wettbewerbs und die Realisierung der Kunstwerke wurde durch das Sponsoring der Hersteller der Windenergieanlagen, Enron Wind GmbH (Salzbergen), heute GE Energy, sowie die DeWind AG (Lübeck), ermöglicht.


Die Künstler

Von den Nominatoren Prof. Bernd Schulz (Stadtgalerie Saarbrücken), Dr. Stephan Berg (Kunstverein Freiburg) sowie Harald Uhr (Kunstverein Bonn) wurden dreizehn Künstler aus dem In- und Ausland zur Teilnahme am Einladungswettbewerb vorgeschlagen: Fritz Balthaus (Berlin), Georg Dietzler (Köln), Bogomir Ecker (Düsseldorf), Olafur Eliasson (Berlin), Isa Genzken (Berlin), Tim Head (London), Felix Stephan Huber (Berlin) / Florian Wüst (Rotterdam), Gereon Lepper (Düsseldorf), Patrick Raynaud (Paris), Jean-Luc Vilmouth (Paris), Allan Wexler (New York) und Jeffrey Wisniewski (New York).


Die Jury

Eine Jury prämierte die Entwürfe von sechs Künstlern (Olafur Eliasson, Isa Genzken, Felix Stephan Huber und Florian Wüst sowie Allan Wexler) mit dem Vorschlag zur Realisierung.

Teilnehmer der Jury waren Prof. Dr. Ulrich Krempel (Sprengel Museum Hannover), Dr. Friedrich Meschede (Deutscher Akademischer Austauschdienst, Berliner Künstlerprogramm), Hans Mönninghoff (Umweltdezernent und 1. Stadtrat der Stadt Hannover), Prof. Dr. Peter Schaumann (Leibniz Universität Hannover, Institut für Stahlbau) und Dr. Andrea Schlieker (Freie Ausstellungskuratorin, London).


Die Projekte im Detail

Drei der prämierten Entwürfe konnten im Jahr 2000 in Verbindung mit Windenergieanlagen umgesetzt werden und sind zum Teil heute noch zu besichtigen.

Bunte Pastillen wie auf einem Zauberstab

Die 'Smarties-Mühle' in Sehnde bei Hannover

Der Standort der Anlage vom Typ Enron Wind 1.5s mit einer Nennleistung von 1,5 Megawatt und einer Nabenhöhe von 85 Metern liegt direkt an der A7 Hannover-Kassel südlich von Hannover. Die künstlerische Idee stammt von dem Pariser Künstler Patrick Raynaud. 

Am Turm der Windenergieanlage sind in unregelmäßigen Abständen 30 kreisrunde, farbige Leuchtfelder mit einem Durchmesser von 1,25 bis 2 Metern installiert. Die Leuchtfelder in den drei Grundfarben und drei Komplementärfarben symbolisieren das in die Spektralfarben aufgefächerte Licht, das mit dem Strom dieser Windenergieanlage erzeugt wird. Da der Strom für den Betrieb des Kunstwerkes aus der Produktion der Windenergieanlage bereitgestellt wird, leuchten die Felder heller, wenn der Wind stärker wird.

Der Künstler, Patrick Raynaud, beschreibt sein Kunstwerk: „Der Ansatz des Projektes besteht darin, mit einem Minimum an Veränderungen der Windenergieanlage auszukommen, da ihre Ästhetik mir perfekt mit ihrer Funktion abgestimmt erscheint und eine große poetische Bedeutung besitzt. Um diese poetische Bedeutung zu verstärken und sie mit der Welt der Kindheit zu verbinden, werden bunte Pastillen ungeordnet auf die Oberfläche des Turms verstreut, an eine Art Zauberstab erinnernd.“


Im Schatten des Windes

Luftaufnahme des nachgebauten Schattens der Windkraftanlage

Nördlich eines Autobahnparkplatzes direkt an der Abfahrt von der A2 Dortmund-Hannover zur B65 wurde eine Windenergieanlage vom Typ Enron 1.5s mit einer Nennleistung von 1,5 Megawatt und einer Nabenhöhe von 100 Metern installiert. Das Kunstwerk „Im Schatten des Windes“  des Künstlers Allan Wexler aus New York bildet den Schatten der Windenergieanlage in Form eines 80 Meter langen überdimensionalen Tisches nach. Dieser Tisch ist so konstruiert, dass sich der Schatten der Windenergieanlage zum Zeitpunkt des höchsten Sonnenstandes am 21. Juni genau mit der Form des Tisches deckt. In die Tischplatte sind 4.500 Kilogramm Kohle eingearbeitet. Diese Menge entspricht der Tagesstromproduktion des Windrades. Die um den Tisch angeordneten Holzstämme können als Sitzgelegenheit genutzt werden und sind darüber hinaus ein Symbol für nachwachsende Rohstoffe.

Allan Wexler: „Beim Blick über die Landschaft bemerkte ich die Schatten des Windrades, die sich wie Stoff über die gewellte Landschaft warfen. Diese Schatten sind zweidimensionale Abbilder der wunderschönen dreidimensionalen Form des Windrades. Mein Kunstwerk friert einen dieser Schatten dauerhaft ein.“


Skytalk

Das Skytalk-Display bei Nacht

Die Windenergieanlage vom Typ DeWind D6 mit einer Nennleistung von 1 Megawatt und 68,5 Metern Nabenhöhe liegt an der A2 Hannover-Berlin in unmittelbarer Nähe der Autobahnraststätte Garbsen-Nord. Die Künstler Felix Stephan Huber (Berlin) und Florian Wüst (Rotterdam) verwandelten mit dem Kunstwerk „Skytalk“ die Windenergieanlage in eine Plattform, über die Informationen zur Windenergienutzung und zu anderen ökologischen Themen in ungewohnter Weise kommuniziert werden konnten. Zentrale Bestandteile des Kunstwerkes waren zwei Laufschriftdisplays am Maschinenhaus und ein Eingabeterminal in der Autobahnraststätte. 

Besucher von www.skytalk.org konnten Mitteilungen buchstäblich in den Himmel schreiben und so öffentlich und weithin sichtbar korrespondieren. Sofern niemand Worte auf das Leuchtdisplay übermittelte, speiste eine Datenbank projektbezogene und allgemeine Informationen über ökologische Themen ein oder das Programm „weirdwords“ rekombinierte willkürlich verschiedene Texte, beispielsweise literarischen Ursprungs, mit früheren Eingaben im Terminal und generierte so zufällig neue „Un-Sinn-Zusammenhänge“. Das Kunstwerk wurde 2008 aus technischen Gründen abgebaut. Die Website www.skytalk.org besteht weiterhin und bietet Einblick in das Archiv der gesendeten Botschaften.

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