Sonniges Gespräch mit MdB Sven-Christian Kindler
Am 16.02. besuchte der Bundestagsabgeordnete Sven-Christian Kindler die Windwärts Energie GmbH in Hannover, um sich im Gespräch mit Lothar Schulze, Geschäftsführer der Windwärts Energie GmbH, Monika Richter, Leiterin der Unternehmenskommunikation, und Björn Dosdall, Unternehmenssprecher, über ein derzeit kontrovers diskutiertes Thema auszutauschen: die von Umweltminister Röttgen geplanten Einschnitte bei der Vergütung von Solarstrom.
Hannover ist seine Heimat. Hier ist er geboren und hier lebt er – zumindest dann, wenn ihm die Bundespolitik dafür Zeit lässt. Sven-Christian Kindler ist im letzten Herbst mit 24 Jahren als jüngster Abgeordneter der Grünen in den Bundestag eingezogen und sitzt u. a. im Haushaltsausschuss. Hier hat er ein besonderes Augenmerk auf die Forschungsmittel im Bereich Photovoltaik.
Im Gespräch mit der Windwärts Energie GmbH wurde schnell deutlich, dass man sich in der Sache einig ist: Der Ausbau der Solarstromproduktion muss ein industriepolitisches Ziel sein. Die Bundesregierung gefährdet derzeit jedoch den Solarstandort Deutschland, wenn die angekündigten außerplanmäßigen Kürzungen der Einspeisevergütung in der geplanten Höhe und Frist Wirklichkeit werden.
Lothar Schulze betonte: „Gerade für Freilandanlagen auf Ackerflächen halten wir die drastische Absenkung der Vergütung für unnötig und im Sinne des Ausbaus der erneuerbaren Energien für eine Fehlsteuerung. Schließlich bieten Freilandanlagen die wirtschaftlichste Art der Stromerzeugung durch Photovoltaik: Die Vergütung für Freiflächenprojekte liegt gegenüber Dachanlagen rund 25 Prozent niedriger und belastet den Verbraucher über die EEG-Umlage entsprechend geringer.“
Sven-Christian Kindler stellte fest: „Es fehlt der Regierung offensichtlich an einem Gesamtkonzept. Angesichts der falschen Pläne für eine drastische Absenkung der Einspeisevergütung wäre eine intensive Forschung umso wichtiger. Die Forschungsförderung im Bereich Photovoltaik wird jedoch um fast ein Viertel von 32,5 Millionen Euro auf 25 Millionen Euro abgesenkt.“ Monika Richter, Leiterin der Unternehmenskommunikation ergänzt: „Es kann nicht alleine darum gehen, bei der Massenproduktion von Modulen in Konkurrenz zu chinesischen Herstellern zu treten. Vielmehr hat Deutschland die Kompetenz, sich als globaler Motor für technische Innovationen zu etablieren. Dafür ist eine Erhöhung der Forschungsmittel eine wichtige Voraussetzung.“
Am Ende des Gesprächs bestand Einigkeit darüber, miteinander im Austausch zu bleiben. Das sollte klappen. Schließlich ist der Politiker im Stadtteil Linden zu Hause – so wie die Windwärts Energie GmbH.
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