Ausbau der erneuerbaren Energien im Bürgerdialog: Ihre Meinung ist gefragt
Wie entstand die Idee zum Bürgerdialog?
Spätestens nach den Ereignissen im japanischen Atomkraftwerk Fukushima steht die Gestaltung der Energieversorgung im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion. Nicht zuletzt dank des öffentlichen Drucks sind politische Konsequenzen erfolgt: Im Juni hat die Bundesregierung ein Programm zur Energiewende beschlossen, 2022 soll in Deutschland der letzte Atommeiler vom Netz gehen.
Wie aber wird die Energieversorgung künftig gewährleistet? Wie lässt sich eine Energiewende effizient und bezahlbar gestalten und mit Klima- und Naturschutz vereinbaren? Mit dem Bürgerdialog „Energietechnologien für die Zukunft“ hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (www.bmbf.de) ein Diskussionsforum geschaffen, bei dem Bürgerinnen und Bürger mit Wirtschaft und Wissenschaft in Austausch treten, Einblicke gewinnen und ihre Fragen und Meinungen, Erwartungen und Bedenken zu einer zukünftigen Energieversorgung äußern können.
Wie funktioniert der Bürgerdialog?
Im Rahmen des Bürgerdialogs finden an zahlreichen Orten in Deutschland Bürgerkonferenzen und Bürgerwerkstätten statt. Begleitet und moderiert vom Institut für Organisationskommunikation (IFOK), können Bürgerinnen und Bürger mit Expertinnen und Experten diskutieren, wie die Energiewende mit den Energietechnologien der Zukunft alltagstauglich gestaltet werden kann. Der parallel stattfindende Online-Dialog wird initiiert durch provokante Fragen zu zentralen Aspekten und bietet einer breiten Öffentlichkeit Gelegenheit zur individuellen Äußerung von Meinungen, Bewertungen und eigenen Lösungsvorschlägen.
Der thematische Fokus der Bürgerwerkstätten liegt auf der technologischen Umsetzung der Energiewende und den damit zusammenhängenden Fragen zu Themen wie „Zukunft der fossilen Energieträger“, „Ausbau der erneuerbaren Energien“, „Netze und Energieinfrastruktur“ oder „Energieeffizienz“.
Die Ergebnisse des Dialogs werden in einem Bürgerreport dokumentiert. Er soll darlegen, wo in den Augen der Bürgerinnen und Bürger Chancen und Herausforderungen sowie relevante Handlungsfelder und Fragestellungen zur Zukunft der Energie liegen. Ob sich mit dem Bürgerdialog und dem Bürgerreport das Ziel, nämlich Einfluss zu nehmen auf Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, erreichen lässt, wird sich zeigen.
Weitere Informationen unter www.buergerdialog-bmbf.de
Bürgerwerkstatt bei der Windwärts Energie GmbH
Zu Beginn der Veranstaltung am Dienstag, den 30.08.2011, werden drei Experten kurze Impulsreferate halten. Zugesagt haben Prof. Dr. Michael H. Breitner vom Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Hannover, Dr. Rainer Feldt von Umwelt Media Consult und Lothar Schulze von der Windwärts Energie GmbH. In der anschließenden Diskussionsrunde können die Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen und ihre Standpunkte vorbringen. Nachdem Kleingruppen, denen die Fachleute jeweils als Gesprächspartner zur Verfügung stehen, ein Meinungsbild erstellt haben, beendet eine Zusammenfassung des IFOK den Abend. Die Beiträge der Bürgerinnen und Bürger werden schriftlich dokumentiert.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich an diesem Dialog zu beteiligen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wir bitten um Anmeldung.
Termin: 30.08.2011, 19.00 bis ca. 22.00 Uhr
Veranstaltungsort: Windwärts Energie GmbH, Hanomaghof 1, 30449 Hannover
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