Ökostrom – Wechsel mit Wirkung?
Aus: Windwärts Newsletter Nr. 11, Stand: November 2008
Der Wechsel zu einem Ökostromanbieter bewirkt, dass die von nun an verbrauchte Strommenge aus erneuerbaren Energien beziehungsweise aus Kraft-Wärme-Kopplung bereitgestellt wird. Den überwiegenden Teil der benötigten Strommenge erwirbt der Ökostromanbieter von neu installierten Wasserkraftanlagen in Norwegen oder Österreich. Dort sind die Kosten für die Stromerzeugung aufgrund geographischer Gegebenheiten niedriger als in Deutschland.
Gleichzeitig wird mit dem Geld der Ökostromkunden der Zubau von Anlagen in Deutschland über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hinaus gefördert. Nicht jeder Ökostromanbieter informiert jedoch aktiv, nach welchen Kriterien die Förderung von Neuanlagen umgesetzt wird und in welcher Höhe sie gefördert werden.
Interessant ist der Wechsel zu einem Ökostromanbieter vor allem aufgrund seiner gesellschaftlichen Wirkung. Jeder Wechsel zu einem unabhängigen Ökostromanbieter stärkt die Position der Verbraucher im liberalisierten Strommarkt und ist eine politische Willensbekundung für den schnelleren Aufbau einer nachhaltigen Energieversorgung.




