Klimaschutz mit Brot für die Welt
Windwärts engagiert sich bei Projekten in Entwicklungsländern
Aus: Windwärts Newsletter Nr. 8, Stand: 16. April 2007
Der Klimawandel ist Realität. Seine Ursachen und die möglichen globalen Folgen sind bekannt. Insbesondere die Industrieländer als Hauptverursacher sind aufgefordert, Aktionspläne zum Klimaschutz aufzustellen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Aufgrund der Wirtschaftskraft dieser Länder ist die Umsetzung bereits auf dem Weg. Schwellen- und Entwicklungsländer stehen vor der Herausforderung, ihre zukünftige wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben und gleichzeitig nachhaltige Wirtschaftskonzepte sowie eine klimaschonende Energieversorgung zu etablieren. Diese Zukunftssicherung kann nur als gemeinsame Aufgabe gelingen. Die Windwärts Energie GmbH engagiert sich daher bei Klimaschutzprojekten von Brot für die Welt. Zwei davon werden hier vorgestellt:
Tansania, Dodoma Region
Biogasanlagen - eine Alternative zu Brennholz
Tansania ist eines der ärmsten Länder Afrikas. In der Dodoma Region deckt die Bevölkerung ihren Energiebedarf zu 90 % durch Feuerholz und Holzkohle. Dies hat zur Folge, dass weit mehr Holz gerodet wird als nachwächst. Migesado, die Partnerorganisation von Brot für die Welt, bietet den Menschen eine umweltschonende Energieversorgung an: sie baut Biogasanlagen. Die mit Kuhdung betriebenen Anlagen verringern den Feuerholzbedarf und damit den CO2-Ausstoß erheblich. Durch die Viehzucht in der Region ist Kuhdung als Füllmaterial ausreichend vorhanden. Zum Befüllen der kleinsten Anlage sind nur zwei Kühe erforderlich. Installierte Wassertanks versorgen gleichzeitig die Menschen mit ausreichend Wasser. Beide Maßnahmen erleichtern den Familien das Leben. Zum einen ist es nicht mehr erforderlich, Holz und Wasser über weite Strecken zu tragen, und zum anderen werden die Haushalte mit elektrischer Energie versorgt.
Bangladesh, Sundarbans
Lebensraum Mangrovenwald - Nutzen und Schutz
Das Projektgebiet liegt in den Sundarbans, einer der weltweit größten Mangrovenwaldflächen. Die Menschen leben hier z.B. vom Fischfang, von der Jagd und von der Fruchternte. Die Mangrovenwälder dienen als Schutz vor Bodenerosion und Flutwellen. Diese Lebensform und das ökologische Gleichgewicht sind jedoch zunehmend gefährdet. Angesichts der Tatsache, dass Experten in Folge des Klimawandels einen Anstieg des Meeresspiegels erwarten, droht der Region eine dauerhafte Überflutung. Schon heute sind Grundwasser und viele Böden versalzen. Zum anderen werden große Flächen des Mangrovenwaldes abgeholzt und Kleinbauern vertrieben, weil nationale und internationale Unternehmen Shrimpszuchtfarmen anlegen. Die Partnerorganisation von Brot für die Welt, Prodipan, engagiert sich für den Erhalt des Mangroven-waldes und für verbesserte Lebensbedingungen der Bewohner. Sie setzt sich für die Rechte der Kleinbauern in den Sundarbans ein, macht ihre Anliegen öffentlich und klärt über die Bedrohung des Lebensraumes auf. Für die Bevölkerung werden im Rahmen eines Kleinkreditprogramms alternative Einkommensmöglichkeiten geschaffen.
Brot für die Welt
Brot für die Welt leistet seit 1959 Hilfe zur Selbsthilfe in den armen Regionen der Welt. Mit Partnern vor Ort erfolgt die Unterstützung nach dem Prinzip: „Jeder Mensch in Not bekommt die Hilfe, die er braucht” – unabhängig von Geschlecht, ethnischer, religiöser oder kirchlicher Zugehörigkeit oder politischer Einstellung.
Foto: Brot für die Welt



