25 Jahre nach Tschernobyl – Aktionen und Projekte wider das Vergessen
Aus: Windwärts Newsletter Nr. 16, Stand: März 2011
Am 26. April 1986 kam es nahe der ukrainischen Stadt Pripyat zum Super-GAU. Das bei der Explosion im Kernreaktor Tschernobyl in die Luft geschleuderte radioaktive Material verteilte sich über viele Regionen Europas. In ihrer 2005 veröffentlichten Studie spricht die Ärzteorganisation IPPNW von bis zu 100.000 Toten allein unter den an den Aufräumarbeiten beteiligten circa 600.000 Menschen. Über Auswirkungen der Strahlung auf die Säuglingssterblichkeit oder Unversehrtheit kommender Generationen lässt sich nur mutmaßen.
„25 Jahre nach Tschernobyl“, eine Wanderausstellung des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks, gastiert in über 30 Städten in Deutschland, Österreich und den Niederlanden, um an das atomare Desaster zu erinnern. Präsentiert werden Fakten und Bilder, Zeitzeugen berichten in bewegenden Beiträgen. Am Jahrestag selbst startet das Projekt „Shine“: Eine Lichtskulptur wird binnen eines Jahres via Internet geschaffen und über den Himmel von Tschernobyl projiziert. Ebenfalls am Jahrestag finden Konzerte und Live-Zuspielungen international bekannter Musiker statt, die im Fernsehen und Internet übertragen werden. shine-projects.org




