Türen auf für die Maus!

05. Oktober 2017 - 09:11 Uhr
von Dr. Stefan Dietrich
zu  Windwärts unterwegs

Wie jedes Jahr am 3. Oktober hieß es auch 2017 wieder Öffnet den Link in einem neuen Fenster„Türen auf für die Maus“ .Die Redaktion der beliebten „Sendung mit der Maus“ rief Unternehmen und Institutionen auf, an diesem Tag für die kleinen und großen Maus-Fans eine Türe zu öffnen, die der Öffentlichkeit sonst verschlossen bleibt. An mehr als 700 Orten bekamen die Kinder so die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Die Bandbreite war groß: Theater und Kinos öffneten ebenso ihre Türen wie Museen und Burgen, Flughäfen und Sternwarten, Bauernhöfe und Bäckereien sowie Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen.

Wir haben ebenfalls teilgenommen, und zwar bereits zum vierten Mal. In diesem Jahr fiel die Wahl auf eine ganz besondere Anlage, die „Smarties-Mühle“ bei Sehnde-Wirringen vor den Toren von Hannover, die Windwärts im Jahr 2000 als Teil der Öffnet den Link in einem neuen FensterAktion „Kunst & Wind“ zur EXPO errichtet hatte.

In drei Touren holten wir jeweils 15 Kinder mit ihren Eltern, und manchmal auch Großeltern, am Bahnhof in Sehnde ab und brachten sie mit dem Shuttle-Bus zur Windenergieanlage mit den bunten Punkten, die sowohl für Windwärts als auch für die Region zu so etwas wie einem Wahrzeichen geworden ist, seit sie im Sommer 2000 in Betrieb gegangen ist und seither zuverlässig umwelt- und klimafreundlich Strom erzeugt.

Spielerisch lernen, wie aus Wind Strom wird

Mit dabei waren wieder die Öffnet den Link in einem neuen Fenster„Naturonauten“ Lilli & Claudius, unter deren Anleitung die Kinder in Experimenten unter anderem lernen konnten, wie Wind entsteht und wie aus Wind Strom gemacht wird. Ich selbst habe den Mausfans dann einiges zur Anlage erzählt, zum Beispiel, wie viel Strom sie produziert (so viel, wie 959 Durchschnittshaushalte verbrauchen) oder wie hoch und schwer sie ist, und auch erklärt, warum sie die bunten Punkte hat, nicht ohne sie vorher nach ihren Vermutungen zu fragen. Die Antworten waren durchaus durchdacht: weil die Anlage mitten im Windpark steht, weil sie die erste an dem Ort war, oder damit keine Hubschrauber in die Anlagen fliegen (dafür gibt es allerdings andere Lichter auf dem Windrad). Dabei sind die Punkte doch einfach Kunst.

Dann durften die Kinder natürlich durch die Türe in die Anlage gehen, das ist ja die Idee des Maustüröffnertags. Da gibt es zwar nicht so furchtbar viel zu sehen, aber der Blick nach oben hat Kinder und Erwachsene dann ebenso beeindruckt, wie die Tatsache, dass die Kollegen den ganzen Weg nach oben auf einer Leiter zurücklegen müssen.

Besonders erfreulich ist, dass wir entgegen der Prognosen und unserer Erwartungen richtig gutes Wetter hatten. Der Wind hat kräftig geweht, sodass sich die Rotorblätter schnell gedreht haben, und die Sonne kam auch raus. Es war wieder einmal eine rundum gelungene Veranstaltung.

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